Erneut kommt es an den beiden deutschen Standorten massiven Schwierigkeiten in der Produktion

Die Bänder bei Audi stehen wieder still

12.10.2021 | Stand 12.10.2021, 18:12 Uhr
Produktion Audi −Foto: Audi AG

Von Christian Tamm

Erneut kommt es an den beiden deutschen Standorten der Audi AG zu massiven Schwierigkeiten in der Produktion. Hintergrund ist weiterhin der Mangel an elektronischen Bauteilen, wie der Ingolstädter Automobilhersteller am Dienstag erklärte.

Seit Montag wird im Stammwerk Ingolstadt nur auf der Montagelinie für die Modelle A4 und A5 produziert - und das auch nur im Einschichtbetrieb. Die beiden anderen Bänder stehen völlig. In Neckarsulm ruht die Arbeit auf allen Linien der Modelle A4, A5, A6 und A7. Audi bestätigte das auf Anfrage unserer Zeitung und damit einen Bericht des Branchenblattes "Automobilwoche". Lediglich die Luxus-Modelle A8 (in einer Schicht), R8 und e-tron GT werden in Neckarsulm derzeit weiter gebaut.

Audi und die gesamte Automobilbranche kämpfen seit Monaten mit einem heftigen Halbleitermangel. Aufgrund der Komplexität heutiger Fahrzeuge sind diese aber unentbehrlich. Neben einem forcierten Abverkauf von vorhandenen Lagerfahrzeugen waren die Hersteller daher öfter gezwungen, die Produktion zu drosseln oder gar ganz zu stoppen. Bei Audi kam es in jüngster Vergangenheit mehrfach zu Ausfällen in beiden deutschen Werken. Die Beschäftigten wurden in Kurzarbeit geschickt - so auch diesmal. Laut einer Audi-Sprecherin sei es aber nicht möglich, die Zahl der aktuell Betroffenen zu nennen.

Bis mindestens Freitag sollen die Produktionsstopps zunächst dauern. Ob es dann normal weitergehen kann, konnte die Sprecherin noch nicht sagen. Die Lage sei "volatil" und man könne weiterhin nur kurzfristig planen.

Dem in dieser Woche aus dem Unternehmen an unsere Zeitung herangetragenen Gerücht, die Dauernachtschicht könne gar bis zum Ende dieses Jahres wegfallen, widersprach die Unternehmenssprecherin jedoch deutlich. Da sei nichts dran.