Person im Gleis und „Ertrinkender“ im Baggersee

Zwei nicht ganz alltägliche Einsätze

22.06.2022 | Stand 22.06.2022, 21:03 Uhr
Eine Feuerwehrauto mit offener Tür −Foto: Michael Schmatloch

Zwei nicht ganz alltägliche Einsätze mit verhältnismäßig großem Aufmarsch hatten die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Ingolstadt am heutigen Mittwoch zu bewältigen. Glücklicherweise kam trotz anfänglicher Befürchtungen dabei niemand zu Schaden.

Gegen 12.20 Uhr hatte der Lokführer eines fast 400 Meter langen Güterzuges, der den Hauptbahnhof gerade in Richtung München verließ, eine Person im Gleisbereich wahrgenommen. Er hat noch ein Warnsignal gegeben und eine Vollbremsung eingeleitet. Er war sich nicht sicher, ob die Person noch vom Zug erfasst wurde, sodass zur Sicherheit die Rettungskette in Gang gesetzt wurde. Neben den Kollegen der Polizei und des Rettungsdienstes waren die Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Unsernherrn und Rothenturm mit rund 40 Kräften vor Ort. Nach dem Absuchen von fast 1,5 Kilometer Bahnstrecke war klar, dass niemand verletzt wurde, der Einsatz wurde abgebrochen.

Gegen 17.50 Uhr beobachteten zwei Passanten am Baggersee etwas nördlich des Fischerheimes einen Schwimmer, der den Angaben zufolge unvermittelt aus ihrem Blickfeld verschwunden war. Sie gingen davon aus, dass der Schwimmer untergegangen war und setzten einen Notruf ab. Neben dem Wasserrettungszug der Berufsfeuerwehr kamen der Rettungshubschrauber Christoph32 sowie mehrere Einheiten der Wasserwachten aus Ingolstadt und Umgebung zu diesem Einsatz, sodass in der Spitze vier Boote und zwei Taucher gleichzeitig nach dem Vermissten suchten. Nach knapp 30 Minuten konnte in großer Entfernung ein Schwimmer auf der Wasseroberfläche gesichtet werden, der sich in beeindruckender Geschwindigkeit den Einsatzkräften am Ufer näherte. Der Schwimmer hatte seine übliche Trainingseinheit für den Triathlon hinter sich gebracht und die Anrufer gaben zu verstehen, dass es sich bei ihm um den Gesuchten handelt. (ty)