„Versuchte Tötung“ mit Bierkrug am Schrannenfest

Am Ende war es nicht so schlimm

22.06.2022 | Stand 22.06.2022, 17:19 Uhr
Polizei −Foto: Daniel Karmann/dpa

Von Mathias Petry

Inzwischen gibt es Neues von der „versuchten Tötung“ am Rande des Schrobenhausener Schrannenfestes. Wie berichtet waren ein 22-Jähriger und ein 20-Jähriger in der Nacht zum Samstag aneinandergeraten. Der Ältere der beiden erlitt dabei eine Kopfverletzung. Und wenn das passiert, wird der Tatbestand der „gefährlichen Körperverletzung“, der in diesem Fall der Beschreibung der Realität wohl näher gewesen wäre, juristisch zur „versuchten Tötung“.

Passiert war nämlich, wie die Polizei inzwischen nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft berichten kann, folgender Klassiker: Die beiden jungen Herren waren in Streit geraten, bis – und das ist in Bayern bekanntlich schon so oft passiert, dass man da fast von einer Tradition sprechen könnte (so lange nichts Schlimmeres passiert) – schließlich der eine dem anderen seinen Bierkrug gegen den Kopf haute. Folge: Platzwunde.

Die war wohl tatsächlich am Ende nicht weiter schlimm, sodass das Opfer schon bald wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Der Täter hingegen ist nach Angaben der Kripo weiterhin in Haft. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und zur Motivlage seien noch im Gang, hieß es weiter. (ty)