Zugang mit Ausblick

11.01.2020 / 08:39
Der Steg zwischen Piusviertel und Landesgartenschau ist fast fertig - auch sonst ist schon einiges zu sehen
Steg
Steg (Autor: Hauser)

(ty) Er ist 150 Meter lang und 4,30 Meter breit - und es fehlt nur noch ein kleines Stück, dann ist der Pius-Steg, der das Gelände der Landesgartenschau mit dem Piusviertel verbinden soll, fertig. "Die Leute im Pius-Viertel sind schon ganz heiß drauf", sagt Eva Linder, Geschäftsführerin der für die Gartenschau gegründeten Gesellschaft. An diesem Samstag sind es noch 103 Tage bis zur Eröffnung der Landesgartenschau am 24. April - und bis dahin werden die Bewohner wohl warten müssen, wenn sie den Steg begehen wollen. Noch ist der Zugang untersagt, auch wenn er vom Gartenschau-Gelände aus theoretisch schon möglich wäre.

Es geht voran, das ist die Botschaft des Termins bei Sonnenschein mit Linder und Alexander Hehl, dem zweiten Geschäftsführer der Landesgartenschau Ingolstadt 2020. Die letzten Ausschreibungen werden gerade auf den Weg gebracht. 145 000 Blumenzwiebeln und Tausende Stauden schlummern in der Erde, um pünktlich zum Start zu erblühen - die meisten natürlich so gepflanzt, dass sie vom Steg als buntes Entree zur 23 Hektar umfassenden Gartenschau zu sehen sind. Und in dieser Woche hat die erste Firma ihre Winterpause beendet. Sie arbeitet im Bereich des Westeingangs, wo eine Blumenhalle mit Gastronomie errichtet werden soll. In der kommenden Woche nehmen weitere Firmen wieder die Arbeit auf.

Auch der mit Spannung erwartete Beitrag aus der chinesischen Partnerstadt Foshan wird dann in Angriff genommen. Die Chinesen werden ihn selbst bauen - das Gleiche gilt für die russischen Partner aus dem Zentralbezirk Moskau. Doch so zuversichtlich Linder und Hehl insgesamt mit Blick auf den Stand der Bau- und Pflanzarbeiten sind, so skeptisch sind sie, wenn sie auf die Russen angesprochen werden. Erst Ende des vergangenen Jahres habe es die Zusage gegeben, dass sie bauen. Bisher sei aber noch nichts weiter geschehen. "Es wird eine Herausforderung, dass das mit Moskau klappt", sagt Linder. Aber es dürfte einen Plan B für die Fläche geben.

Mit der Turmkonstruktion, die Westpark-Besucher über das Parkdeck Ost auf das Gelände bringen soll, gibt es dagegen keine Probleme. Bis Ende Februar, so eine ganz aktuelle Nachricht, werde der Turm fertig, sagt Linder.

Ein ganz anderes Problem in Zusammenhang mit dem Pius-Steg ist inzwischen aus der Welt geschafft worden, wie Hehl erzählt. Autofahrer hatten sich beschwert, dass sie beim Fahren auf der Hans-Stuck-Straße stadtauswärts wegen des Stegs zeitweise die Ampeln nicht sehen könnten und dann bei Rot abrupt bremsen müssten. "Die Ampel ist tiefergesetzt worden", sagt Hehl. Jetzt dürfte es keine Beschwerden mehr geben.

Insgesamt sei man schon sehr weit, sagen Linder und Hehl. Das sieht man nicht nur an den beiden künftigen Zugängen. Der große Landschaftssee ist längst gefüllt, der angrenzende Wasserspielplatz sowie der Spielhügel im Norden sind praktisch spielbereit, Themengärten sind im Bau, mehr als 2500 Bäume sind schon gepflanzt. Kurzum: Es lässt sich zumindest erahnen, wie die fertige Landesgartenschau aussehen wird. Bisher ließen sich rund 2500 Menschen darauf ein, im Vorverkauf eine Dauerkarte zu kaufen. Dazu kommen etwa 20 000 Tageskarten. "Das ist völlig okay", sagt Linder. "Wir gehen davon aus, dass der Run auf die Tickets einsetzt, wenn der Frühling kommt und das Programm veröffentlicht ist. " Linder, die auch die kleine Landesgartenschau in Pfaffenhofen 2017 verantwortete, erinnert sich, dass es in der Kreisstadt an der Ilm am Abend vor der Eröffnung noch einmal einen Ansturm auf die Vorverkaufsstelle gegeben habe. Da hatten wohl die Interessenten gemerkt, dass das die letzte Gelegenheit war, die Tickets vergünstigt zu erhalten.

Von Thorsten Stark

 

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