Warum Kurt Sigl für einen Becher Cappuccino 500 Euro Strafe zahlen soll

15.07.2021 / 08:32
„Reichsbürger sind wir also auch?“: Ein kurioser Fall wird heute vor dem Ingolstädter Amtsgericht verhandelt
Cappuccino
Cappuccino (Autor: Privat)

(ty) Der Ingolstädter „Elektropapst“ Kurt Sigl steht heute vor Gericht. Nicht als Angeklagter, sondern als Anklagender. Es geht um einen Becher Cappuccino-To-Go aus der Bar Centrale, den er und seine Frau am 8. Januar in der Manggasse neben einer Mülltonne zu sich genommen und dafür natürlich die Maske abgenommen hatten. In dieser Sekunde bog ein Polizeioberkommissar laut Schilderung Sigls um die Ecke und fragte: Was machen Sie da?“ Damals war das Abnehmen der Corona-Maske zum Genuss von Speisen und Getränken noch ein Verstoß gegen die Allgemeinverfügung der Stadt. 

Für dieses „Konsumieren eines Heißgetränks" ohne Mund- und Nasenschutz reichte die Entschuldigung von Kurt Sigls Frau und das Aufsetzen der Maske nicht. Der Polizist wollte – so Sigl – den Ausweis sehen. Der aber befand sich im Auto. Und deswegen kam es zu dem „folgenreichen“ Disput zwischen Sigl und dem Polizisten, der in der Äußerung des Polizisten gegipfelt haben soll: „So, Reichsbürger sind wir also auch?".

Das Ende vom Lied: Trotz der zweimaligen, erfolglosen Dienstaufsichtsbeschwerde Sigls gegen den Beamten soll er nun 500 Euro Strafe zahlen für das widerrechtliche „Konsumieren eines Heißgetränks". Dieser weltbewegende Fall, der es sogar bis in die Bild-Zeitung geschafft hat, wird also heute vor dem Ingolstädter Amtsgericht verhandelt. 

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