Testen, testen, testen

30.06.2020 / 13:53
So sieht der Fahrplan für die Corona-Massentests in Bayern aus
Labor
Labor (Autor: Michael Bührke / pixelio.de)

(ty) Zuschauer müssen bei Kulturveranstaltungen während der Vorstellung keine Maske mehr tragen. Und Corona-Tests sollen in Bayern weiter ausgeweitet werden. Darüber hat das bayerische Kabinett heute entschieden. 

"In vielen Ländern ist die zweite Welle bereits da", sagt Markus Söder zu Beginn der Pressekonferenz. Ob es eine Dauerwelle werde, sei unklar. Deswegen bleibe Bayern auf dem Kurs der Vorsicht, trotzdem wurden bei der Kabinettssitzung einige Anpassungen beschlossen. Der Kulturbereich wird Kirche und Gottesdienst gleichgestellt. Wenn der Abstand am Platz gewahrt ist, dann könne die Maske abgezogen werden. Bei Kulturveranstaltungen in Bayern gibt es keine Maskenpflicht mehr. Beim Hineingehen und im Umfeld - etwa im Garderobenbereich - gilt die Maskenpflicht weiter.

"Testen ist die einzige Möglichkeit des Staates zu reagieren", so der Ministerpräsident weiter. Es sei die einzige Chance, Infektionsketten zu unterbrechen. Bayern sei im Bereich Testen bereits gut unterwegs gewesen: Über eine Million Tests wurden in Bayern bereits durchgeführt.

"Wer dauerhaft mehr lockert, muss umgekehrt mehr testen", so Söder. Denn mit Tests könne man eine mögliche Ausbreitung in bestimmten Bereichen eindämmen. Schneller, kostenlos und für jedermann soll es Corona-Tests in Bayern geben. Die Argumente, die gegen eine Ausweitung der Tests sprechen, seien nicht relevant, so Söder.

Nach dem neuen Plan sollen innerhalb von 24 Stunden Personen getestet werden, die Symptome haben. Zudem gibt es eine umfassende Reihenuntersuchung. Der Plan für Bayern: öfter und freiwillig. So sollen sich beispielsweise Erzieher öfter und freiwillig testen lassen können. Personen, die keine Symptome haben, sollen sich ebenfalls testen lassen können. 

Das Konzept sei deutschlandweit einzigartig, so Söder. Derzeit werden in Bayern täglich 10 000 Tests durchgeführt. Kapazitäten habe man für 20 000 Tests. Nach dem neuen Plan soll die Kapazität auf 30 000 am Tag aufgestockt werden. Söder betonte erneut, dass der Corona-Test für keinen verpflichtend seien, aber jeder die Chance nutzen könne. Die Kosten belaufen sich etwa auf 200 Millionen Euro. Zunächst sein kein Limit pro Person für Corona-Tests festgesetzt. Vielmehr solle man die Corona-Massentests als Chance sehen, ob die Abstandsregelungen helfen, so Söder. 

 

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