Nach Brand an Antonschule: Unterricht läuft wieder an

14.10.2020 / 15:58
Drittes Stockwerk lange nicht verfügbar

Nach dem Feuerwehreinsatz vom Dienstag hat auch die Umorganisation an der Antonschule offenbar gut geklappt: Ab Donnerstag läuft wieder der Unterricht. (Autor: Eberl)

(ty) Die Folgen des Brandes in einem Klassenzimmer der Grundschule an der Münchener Straße (Antonschule, wir berichteten) werden den Betrieb im Schulhaus in den kommenden Wochen zwar behindern, aber nicht blockieren: Ab diesem Donnerstag soll der Unterricht wieder laufen - für die 1. und 4. Klassen in vollem Umfang und für die 2. und 3. Klassen womöglich mit der einen oder anderen Einschränkung. Die Eltern sind laut Schulamt bereits durch Rundmails oder Telefonanrufe über Details informiert worden.

Nicht nur die Evakuierung der Schule nach der Brandmeldung und der Feuerwehreinsatz haben offenbar vorbildlich funktioniert, sondern auch das anschließende Krisenmanagement von Schule und Schulamt scheint schnell zu greifen. Nach einem solch ernsten Zwischenfall - einen Schulhausbrand hat es in der Stadt über Jahrzehnte nicht mehr gegeben - innerhalb von 48 Stunden wieder den Betrieb aufnehmen zu können, spricht für das Improvisationstalent aller Beteiligten.

Und improvisiert werden muss an der Antonschule sicher noch über etliche Wochen hinweg. Denn das dritte Stockwerk, in dem das Feuer ausgebrochen war, ist stark verrußt und wird wahrscheinlich bis zum Jahresende nicht mehr für den Unterricht zur Verfügung stehen.

Praktisch sämtliches Mobiliar und die hier gelagerten Unterrichtsmaterialien sind von Rauchpartikeln kontaminiert, was einen erheblichen Schaden ausmacht. "Was nicht geputzt werden kann, muss weggeschmissen werden", verdeutlichte Schulamtsdirektor Edmund Rieger gegenüber dem DK die Praxis der nächsten Tage. Etliche Eltern der betroffenen Schüler hätten persönliche Sachen der Kinder, die am Dienstag zurückbleiben mussten, bereits abgeholt.

Die Schulaufseher und das Kollegium legen bei allem, was nun ansteht, Wert darauf, dass insbesondere der Unterricht für die Erstklässler, die ja erst wenige Wochen dabei und noch in der Gewöhnungsphase sind, und für die Übertrittsklassen so gut wie nicht gestört wird. Für die Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Klassen, so heißt es, könne es hingegen in Randfächern vorübergehend die eine oder andere Ausfallstunde oder auch mal kurzfristige Umzüge innerhalb der Schule geben. Das wird sich einfach einspielen müssen.

Eine Konsequenz für alle Lehrkräfte und Schüler der Antonschule wird für die nächste Zeit sein, dass die Lüftungsanlage des Schulgebäudes bis zur Reinigung durch eine Fachfirma nicht betrieben werden kann. Auch hier dürften sich Rußpartikel angesammelt haben, die jetzt nicht durch den Luftzug im gesamten Gebäude verteilt werden sollen. Es werde also immer wieder über die Fenster gelüftet werden müssen, so Edmund Rieger, doch das sei wegen der wieder verschärften Corona-Lage ja ohnehin ein Gebot der Stunde.

Was die Brandursache angeht, so haben sich nach ersten Ermittlungen der Kripo laut Schulamt die Hinweise verdichtet, dass das Feuer im Bereich einer Garderobe im 3. Stock seinen Ausgang genommen haben könnte. Sichere Erkenntnisse lagen demnach am Mittwoch aber noch nicht vor. Die Polizei sei hier weiterhin am Ball. 

hl
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