Kongresshotel öffnet erst Anfang 2023

Ingolstadt muss warten

13.05.2022 | Stand 13.05.2022, 20:17 Uhr
−Foto: Eberl

Von Markus Schwarz und Marco Schneider

Es wird später: Das Ingolstädter Kongresshotel neben dem Neuen Schloss wird in diesem Jahr keine Gäste mehr empfangen. Die Eröffnung des Hotels, das die Maritim-Gruppe betreibt, ist erst für den Januar 2023 geplant. Bislang war von einer Eröffnung "im Lauf des Jahres 2022" die Rede. So stand es auch auf den Maritim-Internetseiten, so kommunizierte es auch die IFG bislang. Bei Maritim ist online mittlerweile von "Anfang 2023" die Rede. 

Baubranche kündigt weitere Preiserhöhungen an
Nachdem nun bereits eine im Rahmen des Festprogramms "550 Jahre Universität Ingolstadt" geplante Tagung nicht im neuen Kongresszentrum stattfinden kann, wurde dem Hotel- und Kongresszentrumbetreiber Maritim nun vor einigen Tagen offenbar mitgeteilt, dass es in diesem Jahr nicht mehr zu einer Eröffnung kommen kann. Die bereits geplanten Veranstaltungen, laut Maritim etwa drei oder vier an der Zahl, mussten abgesagt beziehungsweise verlegt werden. Während das Kongressgeschäft in den anderen Hotels der Maritim-Kette nach der Corona-Krise bereits wieder am Anlaufen ist, muss der Standort Ingolstadt noch warten. 

IFG-Vorstand bestätigt neuen Bauzeitenplan
IFG-Vorstand Norbert Forster wollte nicht von einer Verschiebung sprechen und wand sich bei einer telefonischen Anfrage um das Thema. Dennoch bestätigte er, dass es seit Kurzem einen neuen Bauzeitenplan gebe, der noch nicht von allen Seiten unterzeichnet, wohl aber unterschriftsreif sei. Demnach sei die bauliche Fertigstellung der Anlage für September geplant, die Abnahmen der technischen Anlagen (wie Brandschutz) sollten bis November erfolgen. Dann habe Hotelbetreiber Maritim die Räume zur Einrichtung zur Verfügung. Von dort war am Freitag keine Stellungnahme mehr zu bekommen. "Das ist halt kein Einfamilienhaus", sagte Forster. Vielmehr griffen komplexe Abläufe und mehrere Generalunternehmer ineinander, die es unter einen Hut zu bringen gelte. 

"Wir haben mit diesem Objekt alles erlebt", verwies Forster unter anderem auf den holprigen Start, als 2013 der beauftragte Baukonzern Alpine insolvent ging. Nun hustet die Baustelle auf den letzten Metern wieder. "Wir hoffen, dass es keine Materialengpass gibt", meinte Forster. Sonst könnte der neue Zeitplan wieder dahin sein.