Ingolstadt

Flaschenwurf auf den Bürgermeister-Bus

Bei der Rundfahrt der Gemeinnützigen Wohnungsbau-Gesellschaft wirft ein Schüler eine Plastikflasche in den Bus

17.09.2021 | Stand 17.09.2021, 17:48 Uhr

Ziel eines Flaschenwurfs: Der offene GWG-Bus am Freitag bei der Baustellen-Rundfahrt. Foto: Eberl

Von Markus Schwarz

Ingolstadt – Eine Schrecksekunde erlebten am Freitag Mittag die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der jährlichen GWG-Rundfahrt: In den offenen Bus sauste plötzlich eine Plastikflasche – und schlug knapp neben einem Teilnehmer der Rundfahrt bei der letzten Sitzreihe auf. Es blieb beim kurzen Schrecken, weder kam eine Person zu Schaden noch entstand nennenswerter Sachschaden. Geflogen kam die halbvolle PET-Halbliterwasserflasche aus einem Fenster im zweiten Stock der Fronhofer-Realschule, geworfen laut Angaben der Ingolstädter Polizei von einem 15-jährigen Schüler.

Dem junge Mann war offensichtlich selbst schnell klar, was für einen Blödsinn er angerichtet hatte: Wie zu erfahren war, stellte er sich selbst im Direktorat, nachdem Vertreter der GWG (Gemeinnützige Wohnungsbausgesellschaft) Ingolstadt die Schule noch vor Ort über den Vorfall informiert hatten. Mit dem Ingolstädter Oberbürgermeister Christian Scharpf und der zweiten Bürgermeisterin Dorothea Deneke-Stoll, mehreren Stadträten, Vertretern der GWG und Vertretern von GWG-Mietern war der Bus hochkarätig besetzt, als die Flasche geflogen kam. Dennoch war schnell klar, dass hinter dem Flaschenwurf kein gezielter Angriff steckte, sondern pubertärer, wenn auch gefährlicher Unfug.

Die Leiterin der Fronhofer-Realschule, Birgit Thielecke, war entsprechend bedient: „Der Vorfall ärgert uns gewaltig“, erklärte sie gegenüber dem DONAUKURIER: „Das passt überhaupt nicht zu unserer Schule. Wir sind heilfroh, dass nichts passiert ist und haben uns gleich noch vor Ort bei den Teilnehmern der Fahrt im Namen der Schule entschuldigt.“

Der Vorfall ereignete sich während eines Stundenwechsels, als der Klassenraum von einer Lehrkraft gerade verlassen war und die folgende Lehrkraft noch nicht eingetroffen war. Wegen der Corona-Gefahr sind derzeit zudem die Fenster der Klassenräume so oft als möglich weit geöffnet. In dieser Situation kulminierte offenbar eine Schüler-Blödelei in dem Flaschenwurf, der aus rund 15 bis 20 Metern Entfernung den fahrenden Bus traf. Dieser rollte gerade in der Gustav-Adolf-Straße auf die neue Kita zu, die – wie einige andere GWG-Objekte – im Rahmen der Rundfahrt besichtigt werden sollte. Die Fahrt wurde fortgesetzt; der Bub durfte nach eingehender Belehrung durch Polizei und Schuldirektorat mit seiner ebenfalls herbeigerufenen Mutter nach Hause gehen. Dennoch hat die Polizei den Fall der Staatsanwaltschaft übergeben, die nun ermittelt.

DK