Ingolstadt bekommt seinen Radverkehrsbeirat

Die Drahtesel-Fraktion kommt

21.10.2021 | Stand 21.10.2021, 6:10 Uhr
Radverkehr −Foto: Schmatloch

Von Michael Schmatloch

Noch ist Ingolstadt weit entfernt davon, eine fahrradfreundliche Stadt zu sein. Doch das Rad hat als Verkehrsmittel stark zugenommen und soll weiter gestärkt und ausgebaut werden. Um das zu erreichen hat sich die Stadt gestern dazu entschlossen, mit der Gründung eines sogenannten Radverkehrsbeirat zu etablieren, der den bestehenden „Arbeitskreis fahrradfreundliches Ingolstadt“ ablösen soll. Vorausgegangen war ein gemeinsamer Antrag von nahezu allen Parteien, der nun in der Sitzung des Personalausschusses leicht modifiziert übernommen wurde.

„Die Förderung des Radverkehrs schafft Lebensqualität sowohl im innerstädtischen Bereich wie im Umland, das über das Radverkehrsnetz möglichst optimal angebunden werden soll“, ist sich die Stadtverwaltung sicher. Dabei stehe insbesondere eine sichere Führung der Radfahrer an problematischen Streckenabschnitten und Kreuzungen, eine „zügige Führung“ für Radfahrer auf attraktiven Verbindungen sowie die Komplettierung des Radwegenetzes im Fokus. Um all das hat sich bislang der interne Arbeitskreis „Fahrradfreundliches Ingolstadt“ gekümmert.

Nun also soll es ein Radverkehrsbeirat richten, dem im Gegensatz zur bisherigen Lösung Mitglieder aller Stadtratsgruppierungen angehören sollen. Zudem ein Referent für Hoch- Und Tiefbau, ein Vertreter der Polizei und neben dem ADFC und dem Tourismus auch ein akademischer Vertreter, damit auch die akademische Sicht aufs Rad ihren Platz findet.

Der so gestrickte Beirat soll sich fürderhin um Fragen rund ums Fahrrad von „grundsätzlicher Bedeutung“ kümmern, aber nicht, wie Gero Hofmann betonte, um jede abgesenkte Borsteinkante.

Und der Baureferent will zwar eine Stabsstelle für den Fahrradverkehr in der Verwaltung eingerichtet wissen, für einen Fahrradbeauftragten, ist sich aber sicher, dass dies mit dem bereits vorhandenen Personal zu leisten ist. Eine genaue Untersuchung hinsichtlich des Personalbedarfs soll jedoch noch erfolgen.

Die Schaffung des Radverkehrsbeirates ging im Personalausschuss nach kurzer Diskussion ohne Gegenstimme durch.