Große Pläne für die einstige Ganghofersche Buchhandlung

3000 QuadratmeterKultur

14.10.2021 | Stand 14.10.2021, 7:21 Uhr
Erinnerung an die damalige Ganghofersche Buchhandlung im DK-Haus an der Donaustraße: Beim Kartenverkauf für das Festival "IN 2000" im April 2000 standen die Leute auf der Straße bis hinter zum Metzger Meixner Schlange. −Foto: Leuschner (Archiv)

Ist die Ingolstädter Stadtverwaltung ein guter Mieter? Eine berechtigte Frage. Wie berichtet, mietet sie das einstige Verlagshaus des Donaukurier an der Donaustraße, eingeweiht 1955, komplett an. Rund 3000 Quadratmeter.

Das Gebäude steht seit Langem leer. Im Parterre, wo bis 2008 die Ganghofersche Buchhandlung residierte (sie zog dann in die Theresienstraße um; später übernahm Hugendubel die Firma),will die Stadt ein Zentrum für Kultur und Kreativwirtschaft errichten. Darüber ziehen Ämter ein. Im Stadtentwicklungsausschuss kam am Dienstag die Frage auf, ob die Stadt "ein guter Mieter ist", und ob sich die Miete etwas senken ließe. Man plane mit einem "verminderten Mietsatz", weil die Stadt die Sanierung zum Teil bezahle, lautete die Antwort.

Details stehen in der Beschlussvorlage: "Die Stadtverwaltung führt die Sanierung der Erdgeschosszone eigenständig durch und trägt die hierfür anfallenden Kosten." Im Gegenzug stehe der Eigentümer, ein privater Unternehmer, "einer unbefristeten Anmietung des Gebäudes durch die Stadtverwaltung aufgeschlossen gegenüber".

Kulturreferent Gabriel Engert wirkte dem Eindruck entgegen, dass sich auf den vier Etagen über dem künftigen Kreativzentrum nur das Kulturamt breit machen werde. Dem sei nicht so. Vielmehr finde hier das gesamte, bisher über die Stadt verteilte Kultur- und Bildungsreferat eine gemeinsame neue Heimat. (sic)