Wer tut so etwas?

Über 60 tote Tiere in Bayern durch Giftköder - Schwerpunkt im Raum Pfaffenhofen

03.08.2021 | Stand 03.08.2021, 9:42 Uhr
Reiterstaffel −Foto: Polizei

Über 60 tote Tiere in Bayern durch Giftköder - Schwerpunkt im Raum Pfaffenhofen

Von Horst Richter

Wer tut so etwas? Immer öfter legen Unbekannte Giftköder in der Natur aus. Mehr als 60 Wildtiere in Bayern sind heuer bereits mutmaßlich Opfer solch verantwortungslosen Tuns geworden, darunter Bussarde, Elstern, Krähen, Marder, Milane und Falken. Sehr häufig - über 30 Mal ist das belegt - verwendeten die skrupellosen Täter das verbotene Pestizid Carbofuran, das auch für Menschen tödlich sein kann. In den übrigen Verdachtsfällen war der Nachweis des Gifts nicht eindeutig möglich. Ein Schwerpunkt der Anschläge liegt zurzeit bei Reichertshofen im Kreis Pfaffenhofen.

Schon 17 vergiftete Tiereim Raum Pfaffenhofen


Vor einer knappen Woche war ein Großaufgebot der Polizei sowie vier uniformierte Reiter der polizeilichen Pferdestaffel auf einem Gebiet zwischen Baar-Ebenhausen und Reichertshofen erschienen, um im Schutzgebiet am Heideweiher nach präparierten Ködern und toten Tieren zu suchen. Allein dort, so teilte Christian Degen vom Landratsamt Pfaffenhofen auf Anfrage mit, waren 2021 bislang 17 mutmaßlich vergiftete Tiere entdeckt worden. Bei acht Vögeln und zwei Mardern sei das verbotene Pestizid Carbofuran analysiert worden, bei drei weiteren verendet aufgefundenen Krähen, einem Biber, einem Fuchs, einem Kolkraben und einem Sperber sei der Nachweis aufgrund des Zustands der Kadaver nicht mehr möglich gewesen.

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