Ein gemütlicher Plausch ohne Maske kann gefährlich werden

Wieviel bringt welche Maske im Alltag? – Eine Fotoserie mit verschiedenen Maskentypen

27.10.2020 | Stand 27.10.2020, 13:01 Uhr
om4 −Foto: SCHMATLOCH

Wieviel bringt welche Maske im Alltag? – Eine Fotoserie mit verschiedenen Maskentypen

Von Michael Schmatloch

(Bilderserien am Ende des Artikels)

Sperrstunde 23, dann zwei Wochen später 22 und wieder ein paar Tage darauf 21 Uhr. Maskenpflicht in der Milchstraße, in der Schrannenstraße nicht. Treffen mit zehn Personen oder nur mit fünf? Die ständig wechselnden Auflagen ob der Corona-Epidemie leiden nicht zuletzt an der notwendigen, durchgängigen Akzeptanz, weil kaum jemand mehr weiß, was wann verboten, was wann erlaubt ist.

Und was ist mit der Wirksamkeit der Masken nun eigentlich. Von Anfang an haben sich sogar Fachleute gestritten über den Wert dieser sogenannten Alltagsmasken. Längst sind sie zum Allheilmittel des Robert Koch-Institutes geworden und inzwischen auch im Freien vielerorts zum permanenten Begleiter. Ebenso wie die bundesweiten Demonstrationen dagegen, die von Einlassungen führender Mediziner mitunter noch befeuert werden.

Für die Weltgesundheitsorganisation spielen Masken im Kampf gegen die Ausbreitung von Corona eine Schlüsselrolle. Was Bundesärztekammer-Präsident Reinhardt nicht daran gehindert hat, deren Nutzen massiv in Zweifel zu ziehen. Im Fernsehen meinte der, im Nahverkehr und dort, wo es eng zugeht, die Masken noch akzeptieren zu können. Es gäbe indes keinen wissenschaftlichen Beweis, dass sie gegen die Verbreitung des Virus hilfreich seien.

Inder Tat gibt es keinen zwingenden wissenschaftlichen Beweis, dass diese sogenannten Alltagsmasken Ansteckungen verhindern, auch eine vergleichende Studie aus Kanada herausgefunden haben will, dass eine Maskenpflicht Infektionen zwischen 25 und 46 Prozent reduzieren.

Neben der Frage Maske ja oder nein, streiten Experten schließlich auch noch darüber, welche Art und Form der Maske wie wirksam ist. So kamen die Schutzschilde aus Plastik ziemlich schnell in Verruf. Und die sogenannte Alltagsmaske bietet vielen Medizinern zu wenig Schutz. Sie fordern das Tragen einer medizinischen FFP2-Maske. In der Tat verhindern Alltagsmasken nicht, dass sich deren Träger ansteckt. FFP2-Masken hingegen bieten auch dem, der sie trägt, einen gewissen Schutz.

Springender Punkt bei der Effektivität von Masken ist es, inwieweit sie es verhindern, dass die sogenannten Aerosole unkontrolliert in die Umgebung geblasen werden, die kleinen Tröpfchen, die beim Atmen und Sprechen entstehen und dabei die Corona-Viren transportieren. Der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter ist die offizielle Antwort auf den Flug der Aerosole. Er soll es zumindest sein.

Wir haben ohne jeden Anspruch auf Allgemeingültigkeit einmal mit Hilfe einer E-Zigarette den Effekt verschiedenen Masken visualisiert und auch die Situation, wenn keine Maske getragen wird. Die Ergebnisse sind durchaus erstaunlich. Erstaunlich insofern, als das verpönte Plastikschild gar nicht mal so schlecht abschneidet. Ebenso wenig wie die Alltagsmaske und die FFP2-Maske. Alle drei halten die ausgeatmete Luft nahe am Körper des Maskenträgers und verringern so offenbar die spontane Ausbreitung der Aerosole doch deutlich. Was natürlich nichts aussagt über deren Anreicherung in geschlossenen Räumen nach längerer Zeit.

Erstaunlich aber auch, wie schnell die Atemluft ohne Maske die 1,5 Meter Sicherheitsabstand überwindet, wie unsere Fotos belegen. Zu denken geben einem die Bilder in jedem Fall. Sie müssten eigentlich zu der Erkenntnis führen, dass das Tragen einer Maske zwar lästig sein mag, aber offenbar doch verhindert, sein Gegenüber fahrlässig anzustecken. Und zu dem Entschluss, Maskenpflicht und Mindestabstand einzuhalten und ernst zu nehmen.

Die Wirkung von:

Alltagsmaske

FFP2-Maske

Plastikschild

Ohne Maske

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