Elektromobilitätskonzept in Ingolstadt

Was will der Bürger?

12.07.2022 | Stand 12.07.2022, 7:27 Uhr
−Foto: dpa

Elektromobilitätskonzept für Ingolstadt: Um die Ausarbeitung dafür zu verbessern, sind auch die Bürger gefragt. Bei einer ersten von der Stabsstelle Klima der Stadt Ingolstadt organisierten Informationsveranstaltung zum Elektromobilitätskonzept ging es unter anderem um eine Online-Umfrage zu dem Thema. Ziel ist es, die Bedürfnisse jeder und jedes einzelnen zu berücksichtigen und einzubeziehen, um das Konzept zielgerichtet weiterzuentwickeln. Und es gibt auch etwas zu gewinnen.

Im ehemaligen Trafohaus des digitalen Gründerzentrums Brigk konnten der Leiter der Stabsstelle, Thomas Schneider, und Klimaschutzmanager Stefan Schratzenstaller zu der Veranstaltung ein interessiertes Publikum begrüßen. Marcus Gerstenberger vom beauftragten Ingenieurbüro Gevas Humberg & Partner gab einen Überblick zur Ausgangssituation der Elektromobilität in Ingolstadt und einen Einblick in die Vorgehensweise zur Konzepterstellung. Derzeit sind 688 öffentlich zugängliche Ladepunkte an 85 verschiedenen Standorten und 1029 angemeldete Ladepunkte im Privatbereich im Stadtgebiet vorhanden. „Dem Ausbau von Lademöglichkeiten im Privatbereich wird eine besonders wichtige Rolle zukommen, da der Großteil der Ladevorgänge am Wohnort und am Arbeitsplatz erfolgt“, so Gerstenberger. Wie viele Ladepunkte in Ingolstadt zukünftig notwendig sind, wird die weitere Ausarbeitung zeigen. Die ersten Ergebnisse dazu sollen bereits im Herbst 2022 in einem Teilergebnisbericht veröffentlicht werden.

Die Kernaussage der Veranstaltung war klar: Ingolstadt braucht ein Konzept, um den Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur voranzutreiben. Darauf liege derzeit der Fokus der Projektbearbeitung. „Elektromobilität heißt aber nicht nur, dass Fahrzeuge, die momentan auf der Straße unterwegs sind, gegen Fahrzeuge mit Elektroantrieb ausgetauscht werden“, betont Gerstenberger. „Vielmehr umfasst das Elektromobilitätskonzept auch die sinnvolle Verknüpfung aller Mobilitätsformen und die Entwicklung vollelektrischer Wegeketten.“ Im weiteren Projektverlauf werden deshalb Themen wie Mobilitätsstationen und der Ausbau nachhaltiger Strukturen durch Alternativen wie dem Ausbau und der Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs und der Mikromobilität (etwa E-Scooter) untersucht.

Die zweiteilige Online-Umfrage kann auf der städtischen Beteiligungsplattform www.ingolstadt-macht-mit.de/dialoge/elektromobilitaetskonzept-der-stadt-ingolstadt abgerufen werden. Eine Teilnahme ist bis zum 31. Juli möglich. Unter allen Teilnehmenden verlost die Stadt Ingolstadt die Möglichkeit, Elektromobilität hautnah zu erleben. Das Audi Zentrum Ingolstadt stellt dafür einen vollelektrischen Audi für ein Wochenende zur Verfügung. (ty)

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