FW-Fraktionschef Hans Stachel geht mit der Stadtspitze hart ins Gericht

„Wir haben ein Führungsvakuum“

22.09.2021 | Stand 22.09.2021, 10:16 Uhr
Hans Stachel −Foto: Sabine Rieß, Lichtspiel

Sparen, ohne dass es weh tut und wir uns beschränken müssen, wird nicht funktionieren. Das sagt FW-Fraktionschef Hans Stachel. Und beklagt, dass sich die Verantwortlichen der Stadt bei unangenehmen Fragen „nach und nach vom Acker machen.“

„Ein Münchner Modell mit einer Spitzenverschuldung trotz riesiger Gewerbesteuereinnahmen kann für Ingolstadt kein Vorbild sein, sondern eher ein abschreckendes Beispiel“, schreibt Stachel. Der Schuldenstand in München betrage laut Münchner Stadtkämmerer derzeit 3,1 Milliarden Euro, bis 2024 rund 7,3 Milliarden.

„Wir haben mittlerweile ein Führungsvakuum in dieser Stadt“, betont Hans Stachel und sagt „wir überdecken diese Misere mit einer unverantwortlichen Ausgabenpolitik, die mit Geld aus der Rücklage und künftig auf Pump finanziert wird.“

Als Beispiel nennt er die Kostenübernahme des Bezirksanteils für die Servicekräfte am Klinikum, der der Stadt Millionen kostet – ohne Not und jedes Jahr wieder. Stachel: „Ständig neue Vorhaben und Projekte anzukündigen und hochgesteckte Ziele zu definieren, hemmungslose Kosten für künftige Kulturprojekte zu veranschlagen und den Menschen eine Freizeitpark-Atmosphäre vorzugaukeln, streut den Bürgerinnen und Bürgern Sand in die Augen.“ (ty)