Für Kreisverband der CSU geht das geplante Pflaster für die restliche Ludwigstraße am Bürgerwillen vorbei

Wen juckt es, was sie Bürger wollen?

25.11.2021 | Stand 25.11.2021, 8:24 Uhr
Pflaster −Foto: Eberl

Bürgerbeteiligung ist eine tolle Sache. Aber nur dann, wenn man sich danach auch an den Wünschen der Bürger orientiert und sie in den städtischen Entscheidungen berücksichtigt. Genau diese Wünsche sieht die Schanzer CSU im Fall der Neugestaltung Fußgängerzone jedoch missachtet. Für den Kreisverband der CSU geht die Entscheidung im jüngsten Planungsausschuss, den Rest der Ludwigstraße nicht mehr „gebunden“ zu pflastern, am Willen der Ingolstädter Bürger vorbei.

„Die Planung für die Neugestaltung der Fußgängerzone war 2013 bis 2015 für die Bürgerinnen und Bürger Ingolstadts eines der wichtigsten Projekte“, argumentiert die CSU. „in mehreren großen Bürgerbeteiligungen mit teilweise über 150 Teilnehmern – mehrere Bürger-Versammlungen im Orbansaal, Stadtspaziergänge, Bürger-Umfragen und Bürger-Ideen – wurden die Wünsche und Anregungen der Ingolstädter Bürger zur Gestaltung ihrer Fußgängerzone aufgenommen.“ Erstmals sei hierbei auch ein Verfahren angewendet worden, bei dem der Stadtrat exakt den Beschluss der Bürgerversammlung als eigenen Beschluss umgesetzt habe, von der konzeptionellen Gestaltung bis hin zur Bemusterung des Oberflächenbelages.

„Man kann nicht erst Bürgerversammlungen fordern, diese dann durchführen und am Schluss die Wünsche der Bürger jedes Jahr wieder uminterpretieren“, so Stefan Huber, Kreisvorsitzender der CSU. Insbesondere hätten sich die Bürger in mehreren Terminen vor Ort für die gebundene Bauweise ausgesprochen, da sie ein eleganteres Bild abgebe und ein angenehmeres Laufen ermögliche. „Darüber hinaus ist dieser Pflasterbelag wesentlich besser für Menschen mit Gehbehinderungen, Rollator-Nutzer oder Rollstuhlfahrer geeignet, da er durch die feste Verfugung eine ebene Oberfläche bietet“, so die CSU weiter. Der Kreisverband plädiere daher für die weitere Umsetzung der Sanierung der Fußgängerzone, wie bisher schon erfolgt, damit die Wünsche der Bürger auch umgesetzt würden. (ty)