Das hat es mit den Emails vom Impfzentrum Bayern auf sich

Was tun, wenn man gelöscht wurde?

20.09.2021 | Stand 20.09.2021, 11:57 Uhr
Impfspritzen −Foto: Pixabay

Von Karin Seibold

Viele Menschen bekommen in diesen Tagen elektronische Post vom Impfzentrum Bayern. "Deaktivierung ihres impfzentren.bayern Kontos" steht da in der Betreffzeile. Wir haben nachgefragt, was es damit auf sich hat.

Falls man sich nicht über den Link in der Email wieder anmeldet, werden die Daten aus dem Konto innerhalb von drei Wochen gelöscht, heißt es in der Mail. Aber was ist, wenn man sich womöglich für eine Auffrischungsimpfung, also einen dritten Impftermin, entscheiden will? Das Bayerische Gesundheitsministerium hat dazu eine Erklärung abgegeben. 

Änderungen in der Programmierung

"Am 16.9.2021 gab es mehrere Änderungen in der Programmierung von BayIMCO, der Bayerischen Impfsoftware (ein sogenanntes 'Release'). Der Gesetzgeber schreibt vor, dass aus Datenschutzgründen bestimmte Daten nach einer gewissen Frist gelöscht werden müssen. Dem tragen die Änderungen Rechnung", heißt es dazu. Accounts von Menschen, die inaktiv sind, werden so gelöscht - etwa, weil diese Menschen schon vor Monaten geimpft worden sind. "Möchten die Personen allerdings ihre Daten in BayIMCO belassen, etwa für eventuelle Auffrischungsimpfungen, können nur sie selbst ihre Datenanmeldung wieder 'aktivieren'. Dies muss direkt im Account erfolgen, der Link in der Email hilft hier weiter", schreibt das Ministerium.

Vorübergehend war diese Löschfunktion offenbar außer Kraft gesetzt, nun wurde sie wieder aktiviert. Früher war die Löschung der Daten ein Automatismus. Nun haben die Impflinge allerdings - anders als bisher - die Möglichkeit, der Speicherung der Daten in BayIMCO für künftige Impfungen zuzustimmen. 

Was tun, wenn man gelöscht wurde?

Accounts von Personen, die bereits gelöscht wurden, können jederzeit wieder neu im System angemeldet werden. Auf diese Weise können dann künftig Termine für Auffrischungsimpfungen gebucht werden. Dafür kann die bisherige Email-Adresse genutzt werden. Anmeldedaten müssen aber neu eingegeben werden.

Wer seine Daten löschen ließ oder die Email nicht innerhalb der drei Wochen bearbeitet hat: Auch die Informationen zu den in Impfzentren durchgeführten Impfungen von Personen sind in verschlüsselter Form weiterhin im Impfarchiv beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gespeichert. "Dies entspricht den gesetzlichen Vorschriften", teilt das Ministerium mit.