Virtuosität und blühende Fantasie

10.09.2020 / 08:39
Ab heute findet das zweite Flamenco Festival im Kulturzentrum neun statt
Flamenco
Flamenco (Autor: Ralf Bieniek)

(ty) Das zweite Flamenco Festival findet vom heutigen Donnerstag bis Samstag, 19. September, statt – trotz der Corona-Pandemie. Mit Beginn des Flamenco Festivals meldet sich auch das Kulturzentrum neun zurück. Ein verantwortungsvolles Hygienekonzept ermögliche es, künftig wieder unter anderem Konzerte, Kabarettabende und die Jazztage in dieser Spielstätte zu veranstalten.

Das Flamenco Festival startet heute um 20 Uhr im Kulturzentrum neun mit Tablao „Flamenco sin Fronteras“. Vier international renommierte Künstler verwandeln die Spielstätte zum Ingolstädter Tablao. Als moderne Form der „Cafés Cantantes“ widmen sich Tablaos (andalusisch: Podium oder Bühne) ausschließlich dem Flamenco. Das Zeitalter der Tablaos begann im Spanien der 1950er. Diese Einrichtungen trugen erheblich dazu bei, dass sich Flamenco als Kunstform weiterentwickelte und ein Publikum fand. Die Lokale oder Restaurants mit Bühne sind heute Treffpunkte für Tänzer, Gitarristen und alle, die mit der Welt des Flamencos verbunden sind. Künstler und Besucher kommen hier zusammen und erleben gemeinsam die tiefe Emotionalität und sprühende Leidenschaft des Flamencos.

Weiter geht es am Sonntag, 13. September, 20 Uhr, im Kulturzentrum neun mit Perpetual Archive – Colores. Hier erwartet das Publikum ein experimenteller Flamencoabend aus Berlin unter der künstlerischen Leitung von Ana Lessing Menjibar. Im ersten Teil des Abends zeigt sie ihr neuste Performance „Perpetual Archive“. Das Stück experimentiert mit dem transformativen Potenzial des Flamencos im Kontext von zeitgenössischem Tanz und Performance. Zwischen Formalität und Ekstase enthüllt sie eine Reihe an Zuständen, Kreaturen und räumlichen Konzepten. Der Körper, seine internen und externen Geräuschkulissen, sind die Quelle von Klang und Rhythmus. Sie treten in Dialog mit der elektronischen Musik von Philipp Kullen und erzeugen im Dialog Klangwelten. Eine Performance, die eine kollektive energetische und emotionale Reise antritt und eine poetische Welt entfaltet.

Im zweiten Teil des Abends bringt Ana Lessing Menjibar ihre langjährigen Berliner Flamencokollegen zusammen. Ein Flamencostück mit der Tänzerin und Choreographin Bella Paloma, dem Sänger Juan Cárdenas, dem Gitarristen „El Rizo“ und dem Percussionisten Philipp Kullen. In „Colores“ kommen sie zusammen, um sich den unterschiedlichen Farben des Flamencos hinzugeben, in dem Bella Palomas Tanz eine Brücke zwischen den Traditionen des Flamencos und dem zeitgenössischen Tanz bildet.

Mit einem Flamencokonzert begeistern am Montag, 14. September, 20 Uhr, Kulturzentrum neun, Konjaleo & Juan Cárdenas die Besucher. Sie erleben eine internationale Gruppe, die seit ihrer Gründung durch Europa tourt und Dramatik, Virtuosität und blühende Fantasie auf die Bühne bringt. Ein einmaliges Flamencokonzert präsentieren diese herausragenden Musiker gemeinsam mit dem andalusischen Sänger Juan Cárdenas: „Ich habe den Wunsch, und sehe es als meine Aufgabe, einen Teil meiner Wurzeln über die Grenzen meiner Heimat zu tragen. Den Gesang der Meister, die Texte des Dorfes und das Gefühl Andalusiens.“ Coronabedingt abgesagt wurde ein Bühnenabend mit Alfonso Losa & Company aus Madrid auf dem Programm. 

Die Eintrittskarten sind erhältlich an allen bekannten Donaukurier-Vorverkaufsstellen, im Westpark Ingolstadt, in der Tourist Information am Rathausplatz sowie über eventim.

Erneut werden auch dieses Jahr im Rahmen des Flamenco Festival Workshops stattfinden, die von der Tanz- und Kulturwerkstatt veranstaltet werden. Den ersten hält Alfonso Losa am Samstag, 19. September, von 10 bis 12 Uhr, in der Tanz- und Kulturwerkstatt für Anfänger mit Vorkenntnissen. Gelehrt werden Tangos, Technik, und Choreographie. Weiter geht es am selben Tag von 12.30 bis 14.30 Uhr mit einem Workshop für die Mittelstufe, die Wissenswertes zu Bulerias, Technik und Choreographie erfahren. Die Workshopgebühr beträgt pro Kurs 65 Euro, beide Kurse 110 Euro, bezahlt wird vor Ort. Die beiden Workshops mit Alfonso Losa sind bereits ausverkauft.

Den Abschluss des diesjährigen Flamenco Festivals bildet ein Schnupperworkshop am Samstag, 19. September, 16 bis 18 Uhr, Tanz- und Kulturwerkstatt. Dieser richtet sich an absolute Anfänger und sie lernen Palmas (Klatschen), Zapateados (Fußarbeit), Flamencoarme und -hände, Rhythmus und eine kleine Choreographie. Es sind keine tänzerischen oder körperlichen Voraussetzungen notwendig. Getanzt wird allein, also ohne Tanzpartner. Der Workshop kostet 30 Euro. Für den noch freien Workshop gilt: Es wird vor Ort bezahlt, die Anmeldung erfolgt verbindlich bei Sabine Schäffer-Leurpendeur: E-Mail: flamenco-ingolstadt@gmx.de oder unter der Telefonnummer /0176) 51109556.

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