Nach dem Fund einer Kinderleiche in der Donau bei Vohburg

Vermisstenfälle werden abgeklopft

25.05.2022 | Stand 25.05.2022, 7:27 Uhr
−Foto: Konze

Einige Hinweise sind nach dem Fund einer Kinderleiche in der Donau bei Vohburg (Landkreis Pfaffenhofen) bei der Kriminalpolizei Ingolstadt eingegangen. Die Polizei hatte am Montag, als die Donau und der Uferbereich zwischen der Staufstufe Vohburg und der Staustufe Ingolstadt ergebnislos abgesucht worden waren, die Bevölkerung um Hinweise gebeten. Polizeisprecher Michael Graf sprach am Dienstag von mehreren Hinweisen: „Da war aber nichts dabei, was zum Durchbruch bei den Ermittlungen beitragen könnte.“ 

Das Auffinden der Leiche habe die Bevölkerung in Aufruhr versetzt, beschreibt Graf. Aber Meldungen über ein ungewöhnlich geparktes Auto oder einen auffälligen Fußgänger helfen nicht weiter. Die Polizei sucht nach Hinweisen zu Beobachtungen zwischen besagten Staustufen „zu Beginn des Frühjahrs“.

Am Montag hatte sich ein Mann aus Köln gemeldet, der von einem Fall aus dem Jahr 2001 schrieb. Damals war der verpackte Leichnam eines 13- bis 15-jährigen Mädchens in Frankfurt aus dem Main geborgen worden. Es wurde nie identifiziert. Natürlich würden in die Ermittlungen, so Graf, auch vergleichbare Fälle einbezogen. „Im Moment werden Vermisstenfälle aus Bayern, Deutschland und dem benachbarten Ausland abgeklopft.“ Neue Ergebnisse der Rechtsmedizin aus München erwartet Graf erst „Mitte der nächsten Woche“.

Dass der Fall eines Tages in der TV-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ gezeigt wird, hält der Polizeisprecher für möglich. Dazu sei der Stand der Ermittlungen derzeit aber noch zu früh, sagte Graf. Doch grundsätzlich sei diese Sendung ein gutes Fahndungshilfsmittel. (ty)