Direkt ins Finale
Sieg an endloser Himmelsleiter: Karlskroner Stefan Angermeier bester Ninja Warrior

29.10.2023 | Stand 30.10.2023, 19:34 Uhr

Vorrunden-Triumph: Stefan Angermeier hat nach der endlosen Himmelsleiter gebuzzert – und bleibt Schnellster. Foto: RTL/Markus Hertrich

Das Highlight der Show kam zum Schluss: Perfekt, um die Zuschauer vom Umschalten abzuhalten. Denn am Freitagabend, als bei RTL die maximale Spannung aufgebaut war, packte Stefan Angermeier aus Karlskron (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) den Hammer aus.



Der 31-Jährige Karlskroner nimmt heuer zum fünften Mal an Ninja Warrior Germany teil. Und mit seinem Sieg an der endlosen Himmelsleiter katapultierte er sich direkt ins Finale der Staffel. 5000 Euro Preisgeld gab es obendrauf.

„Ich nehme schon am Halbfinale teil“, betont Angermeier. „Ich kann aber nicht ausscheiden, wenn ich zum Beispiel ins Wasser falle.“ Das Halbfinale mit dem Karlskroner wird am 1. Dezember gesendet.

Der Reiz für Angermeier: „Ich kann den Parcours volles Risiko gehen und habe so eventuell die Chance, als Schnellster 10.000 Euro zu gewinnen.“ Fällt er ins Wasser, ist es egal. Das Finale ist ihm seit seinem Vorrunden-Triumph am Freitag sicher.

Emotionale Achterbahnfahrt

Zuschauer Angermeier – die Show wurde im Sommer aufgezeichnet – erlebte nach eigener Aussage „eine emotionale Achterbahnfahrt“. Er habe gewusst, was passiert und wie es ausgeht, aber er habe alles noch einmal durchlebt. Sein Fazit: „Ich war zufrieden, wie ich rübergekommen bin.“

„Auf der Himmelsleiter habe ich mich gut gefühlt. Aber ich gebe zu: Für mehr als fünf weitere Sprossen hätte die Kraft nicht gereicht.“ Als er nach 30 Sprossen gebuzzert hatte, fühlte er sich nur wohl: „Ich war erleichtert. Und ich habe nichts gespürt. Auch nicht, wie sich meine Arme anfühlen.“

Was in der Sendung nicht zu sehen war: „Zwischen meinem Vorlauf – ich war relativ spät an der Reihe – und dem Auftritt an der Himmelsleiter hatte ich maximal eine Stunde Ruhepause.“

24 Hundertstelsekunden schneller

Hundertstelsekunden entschieden am Freitag: Die vier Besten jeder Vorrunde dürfen sich die Himmelsleiter hocharbeiten. Oben wartet der Buzzer. Angermeier nimmt die ersten Sprossen doppelt und drückt nach 20,37 Sekunden den Knopf. Joel Mattli aus der Schweiz springt zum Teil auch doppelt, braucht 20,61 Sekunden, also 24 Hundertstel mehr.

„Ich wusste, dass ich eine gute Chance habe, immerhin habe ich zuhause eine solche Himmelsleiter stehen. Ich musste nur meine Leistung aus dem Training umsetzen.“ Das tat er, verkantete nicht und war Schnellster.

„Habe mich körperlich total fit gefühlt“

Im Parcours hatte Angermeier die drittschnellste Zeit geschafft. „Da war ich schon etwas überrascht. Ich wollte effizient durchkommen, schon auch zügig. Aber ich wollte vor allem den Parcours schaffen und buzzern.“

Ein Fazit nach der Sendung vom Freitagabend: „Ich habe“, sagt der 31-Jährige, „trotz meiner 100 Kilo eine Super-Leistung gezeigt.“ Er sei schon leichter gewesen bei vergangenen Ninja-Warrior-Starts. Weniger Gewicht wären sicher gut für eine bessere Ausdauer. Dafür sei die Maximalkraft eine bessere.

„Aber ich habe mich körperlich total fit gefühlt.“ Wie es weitergeht, erleben wir im Halbfinale. In knapp fünf Wochen wissen die Fans Bescheid.