2035 klimaneutral
Ingolstadt startet Klimakampagne mit der Neuinterpretation bekannter Redewendungen

23.10.2023 | Stand 25.10.2023, 6:46 Uhr

Klimaneutralität kann nur gemeinsam gelingen: Bürgermeisterin Petra Kleine (l.) mit den Klimaschutzmanagern Stefan Schratzenstaller und Eva-Maria Scheder. Foto: Rössle, Stadt Ingolstadt

Der Stadtrat von Ingolstadt hat im Juni 2022 mit überwältigender Mehrheit beschlossen, dass die Stadt bis 2035 klimaneutral werden soll. Dies bedeutet, dass die Stadt ab diesem Zeitpunkt nicht mehr Treibhausgase ausstoßen wird, als die Natur wieder aufnehmen kann.



Um die Klimaziele zu erreichen, braucht die Stadt die Menschen. „Das aktive Mitwirken der Bevölkerung und der regionalen Unternehmen ist ein entscheidender Faktor, um die Klimaneutralität der Stadt zu erreichen. Klimaschutz ist die Zukunft und für die Attraktivität einer Region immer wichtiger“, so Bürgermeisterin Petra Kleine.

Die Klimakommunikation der Stadt soll Signalwirkung haben haben und durch die Positionierung des Klimaziels 2035 als gemeinsame Chance Aufbruch erzeugen. „Wir haben ein starkes Mandat und einen seriösen Plan.

Klimaneutralität nur gemeinsam machbar



Deshalb sagen wir: Klimaneutralität ist machbar. Aber nur gemeinsam“, so Kleine. Wie sie betont, wurden dafür keine Werbeplätze gekauft, sondern Allianzen und Kooperationen etabliert, um die Botschaften kostenlos im Stadtgebiet sichtbar zu machen. Erste Unterstützerinnen und Unterstützer sind die Sparkasse, Immobilieneigner, Stadtwerke, Stadttheater und Museen, District 5, Vronis Ratschhaus, einige Schulen, GWG, Brigk, Klinikum oder die Recyclinghöfe, um nur einige zu nennen.

Das neu entwickelte Logo 2035˚ symbolisiert das Zieljahr und betont die 35 Grad Celsius. Denn wenn die Menschen nichts verändern, werden die Tage über 35 Grad in Zukunft deutlich mehr. Das Logo der Stadt zeigt somit gleichzeitig das Ziel und die Grenze und soll ganz bewusst zum Nachdenken anregen. Kurz: Beim Klimawandel geht es um Erwärmung – daraus entstehen alle Klimaschäden und Extremwetterereignisse.

Die Redewendungen, mit denen gearbeitet wird, sind laut Kleine ansprechend und bekannt. Sie irritieren durch ihre Neuinterpretation und machen nachdenklich, ohne mahnenden Finger. Sie sollen Esprit haben und den Leser als notwendigen aktiven Part mit einbeziehen. Auf der Webseite www.2035.de finden interessierte Bürgerinnen und Bürger alle Informationen.

Die Stadt stellt 2035˚-Materialien (Plakate, Untersetzer/Bierfilzl, Sticker) kostenfrei zur Verfügung und unterstützt Geschäfte, Betriebe oder Vereine dabei, ihre Unternehmen sichtbar mit dem Klimaziel 2035 zu verbinden. Kontakt über das Büro der Bürgermeisterin Kleine oder direkt über die Stabsstelle Klima und Biodiversität 2035@ingolstadt.de.

DK