Delegiertenversammlung positioniert sich im Vorfeld der Wahl

Rentenresolution der IG Metall

20.09.2021 | Stand 20.09.2021, 16:33 Uhr
Stiedl −Foto: Archiv

160 Delegierte der IG Metall Ingolstadt positionierten sich auf der Delegiertenversammlung am Donnerstag mit einer Resolution zur Alterssicherung klar für eine Stärkung der gesetzlichen Rente.

Zehn Tage vor der Bundestagswahl sprach sich der Erste Bevollmächtigte, Bernhard Stiedl, mit Nachdruck gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters aus und schaltete sich damit in die jüngste Debatte aus Wirtschaft und Wissenschaft ein: "Wir erteilen allen Versuchen, mittels weiter steigender Regelaltersgrenzen Rentenkürzungen durch die Hintertür durchzusetzen, eine deutliche Absage. Bereits die Rente mit 67 geht an der Lebenswirklichkeit der Beschäftigten vorbei. "

Die IG Metall fordert mit der Unterstützung ihrer Delegierten die Stabilisierung und langfristige Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent, die Einbeziehung aller Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung sowie eine realistische Regelaltersgrenze und einen selbstbestimmten Übergang in den Ruhestand. 

Auch die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Ingolstadt, Tamara Hübner, nahm die bevorstehende Bundestagswahl zum Anlass und sprach von einer Richtungsentscheidung: "In unserem Land benötigen wir eine aktive Industriepolitik. Die Transformation unserer Wirtschaft ist das zentrale Zukunftsthema. Hier müssen so schnell wie möglich politische Lösungen auf den Weg gebracht werden. " Auch Zukunftsinvestitionen in Bildung und Infrastruktur, die Stärkung des Sozialstaates sowie eine gerechte Steuerpolitik sind fester Bestandteil der Forderungen der IG Metall.

Darüber hinaus machte Tamara Hübner in ihrer Rede deutlich: "Die IG Metall steht für eine vielfältige und offene Gesellschaft, für Demokratie und gegen Rassismus. Solidarität ist für uns nicht verhandelbar. Das wollen wir bei der Wahl zum Ausdruck bringen."