Kontrollen im Stadtgebiet
Radfahrverbot in der Ingolstädter Fußgängerzone – Polizei verwarnt mit Bußgeldern

14.05.2024 | Stand 15.05.2024, 11:20 Uhr

Fahrradfahrer in der Fußgängerzone müssen künftig mit einem Bußgeld rechnen, wenn Sie das Radfahrverbot nicht beachten. Foto: Sabine Kaczinsky (Archiv)

Die Zahl der Fahrradunfälle ist in Ingolstadt im vergangenen Jahr etwas gesunken, bleibt aber hoch. Die Polizei kontrolliert künftig das Radfahrverbot in der Fußgängerzone und verwarnt mit Bußgeldern.



Mittlerweile geht jeder zehnte Unfall, der im Stadtgebiet geschieht, als „Fahrradunfall“ in die Statistik ein. 427 Vorfälle hat die Polizei nach eigenen Angaben 2023 verzeichnet. Dabei sind laut Inspektion 404 Personen verletzt worden, 57 davon schwer. „Hauptverursacher waren die sogenannten ,Geisterradler’, also Radfahrerinnen und Radfahrer, die Rad- und Gehwege in falscher Richtung benutzen und dadurch andere behindern und gefährden“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung. „Fast zwei Drittel der Verletzten trugen nachweislich keinen Schutzhelm.“ Viele Kollisionen mit Kraftfahrzeugen ereignen sich an Einmündungen, Kreuzungen, Parkplatzausfahrten und im Umfeld von Einkaufszentren.

Verkehrskontrollen der Polizei



Die Polizeiinspektion nimmt dies zum Anlass, um mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei am Donnerstag, 16. Mai, und am Freitag, 17. Mai, in Ingolstadt Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt Radverkehr durchzuführen. „Die jungen Polizeibeamtinnen und -beamten aus Eichstätt sind im Rahmen eines Kommunikationstrainings, das Inhalt der Ausbildung ist, unterwegs.“

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Kontrolliert wird hauptsächlich an Unfallschwerpunkten, vor Schulen und auf Schulwegen. Der Kontaktbeamte der Altstadt wird mit dem Verkehrsüberwachungsdienst in der Fußgängerzone das von 10.30 Uhr bis 20 Uhr angeordnete Radfahrverbot überwachen. Zuletzt wurden erwischte Radler in der Fußgängerzone nur mündlich verwarnt. „Nachdem sich die Situation in der Fußgängerzone nicht nachhaltig gebessert hat, wird das Radfahren in der Verbotszeit nun gebührenpflichtig mit 25 Euro verwarnt“, kündigt die Polizei an.



Besonderes Augenmerk auf Fahrradsicherheit



Wie Christian Petz, der Verkehrssachbearbeiter der Polizeiinspektion, erklärt, wird bei den Kontrollen „nicht nur auf das korrekte Verhalten und die Verkehrstüchtigkeit, sondern auch auf die Ausrüstung und Beschaffenheit der Fahrräder sowie vorhandene Diebstahlsicherungen ein Augenmerk gelegt“. Gleichzeitig werde überprüft, ob das benutzte Fahrrad als gestohlen gemeldet ist.

Parallel dazu sollen auch die motorisierten Verkehrsteilnehmer darauf hingewiesen werden, besonders auf sogenannte „ungeschützte Verkehrsteilnehmer“ zu achten. „Beamte der Polizeiinspektion Ingolstadt werden auch mit dem Fahrrad unterwegs sein und Verstöße von motorisierten Verkehrsteilnehmern, insbesondere gegen Vorfahrts- und Abstandsregeln, beanstanden.“