Plötzlicher Tod mit 41: Spendenaktion für Stammhamer Familie

17.02.2021 / 09:05
Freunde organisieren Versteigerung zugunsten der Witwe und ihrer Kinder

Kurz vor Weihnachten ließen die Münchs ein Familienfoto machen. Nun ist der Vater Carsten Münch plötzlich im Alter von 41 Jahren gestorben. (Autor: privat)

(ty) Nach dem plötzlichen Tod eines Familienvaters aus Stammham haben Freunde eine Spendenaktion organisiert, um die trauernde Ehefrau und ihre beiden Kinder finanziell zu unterstützen. Diese läuft noch bis Sonntagabend.

Carsten Münch war ein sportlicher Mann, der auf seine Ernährung geachtet, keinen Alkohol getrunken und nicht geraucht hat. Für seine Angehörigen ist es deshalb schwer zu akzeptieren, warum sie sich so plötzlich von dem 41-Jährigen verabschieden mussten. "Sie konnten sich auf seinen Tod nicht vorbereiten", sagt Daniela Lebmeier, eine enge Freundin der Familie. Mit Verdacht auf einen Herzinfarkt kam Münch am Montag vor einer Woche ins Krankenhaus, wo festgestellt wurde, dass die Hauptschlagader geplatzt war. Die erste Notoperation im Augsburger Universitätsklinikum überstand Münch gut. "Er konnte mit Carina und den Kindern sogar über Videotelefonie sprechen", berichtet Lebmeier. Am Donnerstag wurde er bewusstlos. Die zweite OP überlebte er nicht.

Das hat seiner Familie den Boden unter den Füßen weggezogen, schildert Lebmeier, die mit Münchs Frau Carina in Hohenwart aufgewachsen ist. Neben ihrer Trauer muss sich die 31-Jährige nun mit der Frage beschäftigen, wie es weitergehen soll für sie und ihre acht- und elfjährigen Kinder. Als alleinerziehende Witwe steht Carina Münch vor einem finanziellen Problem. Schon allein die Bezahlung der Beerdigung ist für die 31-Jährige, die neben der Erziehung ihrer Kinder nur zeitweise arbeitet, eine große Hürde. Außerdem wird es schwer, das Haus zu halten. "Die Kinder sollen aber so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld bleiben", sagt Lebmeier.

Deshalb hat sich die Freundin eingeschaltet. "Carina braucht Unterstützung, dass wenigstens das Finanzielle erst einmal geklärt ist", betont Lebmeier. "Sie soll sich nicht noch mehr Sorgen machen müssen. " Während Münch in emotionaler Hinsicht einen "unglaublichen Familienzusammenhalt" erfährt, veröffentlichte Lebmeier einen Aufruf "in sämtlichen Nähgruppen" in den sozialen Netzwerken. Sie bat die Mitglieder, Selbstgemachtes für eine Auktion zu spenden. Als Lebmeier vor zwei Jahren selbst zum Nähen anfing, erfuhr sie von einem ähnlichen Fall. "Da hat sich die ganze Nähwelt zusammengeschlossen", erzählt sie. Denselben Erfolg erhofft sie sich nun von der Aktion, die sie schon am vergangenen Freitag mit einer weiteren Helferin über eine Facebookgruppe gestartet hat. Ausreichend Geld für die Beerdigung und zwei, drei Monatsmieten als "finanzielle Rücklage" sollen möglichst zusammenkommen.

Über die "Auktiongruppe für Carina und ihre Kinder" werden die Artikel versteigert. Lebmeiers "Nähbienen", stellten Kleidung für Kinder und Erwachsene oder Halsbänder für Hunde zur Verfügung, Stoffhändler spendeten ganze Stoffpakete für die Versteigerung. Über den großen Rücklauf freut sich Lebmeier sehr. Bis Dienstag hatte die Facebookgruppe schon rund 600 Mitglieder. "Es gibt so viele Menschen, die das Schicksal berührt. "

Bis Sonntag besteht die Möglichkeit, sich an der Auktion zu beteiligen. "Wir sind für jede Hilfe dankbar", sagt Lebmeier. Wer einfach so spenden möchte, kann dies über den Moneypool des Onlinebezahldiensts Paypal unter https://paypal.me/pools/c/8wRKXyTRUc tun oder sich per E-Mail an Kleinehilfeingrossernot@gmx.de persönlich an Lebmeier wenden.

Tanja Stephan
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