Pannenhelfer angegriffen, Tödlicher Bergunfall am Jubiläumsgrat, Mit Falschgeld Weihnachtsgeschenke gekauft, Mehrere Verletzte nach Fußballspiel, 100 Schweine machen Sonntagsausflug

25.11.2019 / 17:29
Spektakuläre Fälle aus den bayerischen Polizeiberichten
Symbolbild Blaulicht
Symbolbild Blaulicht
Symbolbild Blaulicht (Autor: Pixabay)

Pannenhelfer angegriffen

Eine vermeintliche Autopanne zweier Männer im Stadtgebiet von Kraiburg am Inn brachte einen 38-jährigen Helfer am Samstagabend in eine bedrohliche Situation. Gegen 19 Uhr fuhr der 38-Jährige aus Oberösterreich auf der Graf-Engelbert-Straße in Kraiburg am Inn, als er von zwei männlichen Personen angehalten wurde. Am Fahrbahnrand befand sich ein dunkler Kleinwagen, dessen Motorhaube geöffnet war. Die beiden Unbekannten gaben an, eine Autopanne zu haben und baten den 38-Jährigen um Hilfe. Als der den Motorraum in Augenschein nahm, wurde er von einem der Männer gepackt und mit einem Messer bedroht. Der unbekannte Täter forderte die Herausgabe sämtlicher Wertgegenstände. Dieser setzte sich, nachdem auch der zweite Täter hinzukam, körperlich zur Wehr und konnte die beiden Männer so zur Flucht bewegen. Nachdem der 38-Jährige den Vorfall bei der Polizeiinspektion Waldkraiburg angezeigt hatte, wurde umgehend aber ohne Erfolg nach dem flüchtigen Fahrzeug gefahndet.

 

Tödlicher Bergunfall am Jubiläumsgrat

Zu einem tragischen Bergunfall kam es am Sonntag am Jubiläumsgrat. Zwei erfahrene und gut ausgerüstete Münchner Bergsteiger (27 und 34 Jahre) machten sich am frühen Vormittag von der Zugspitze auf, den Jubiläumsgrat zu begehen. Gegen 14 Uhr erhielt die Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes vom 34-Jährigen den Notruf übermittelt, dass sein Bergkamerad in Richtung Höllentalferner abgestürzt sei. Die Bergwacht Grainau flog mit Einsatzkräften und dem Rettungshubschrauber sofort ins Gebiet und konnte den Abgestürzten unterhalb einer Felswand auf einem Schneefeld liegend finden. Leider konnte vom Notarzt nur noch der Tod festgestellt werden. Bisher sind die Gründe für den Absturz noch ungeklärt.

 

Mit Falschgeld Weihnachtsgeschenke gekauft

Eine 19-jährige Italienerin wurde am Wochenende in Starnberg festgenommen, da sie im dringenden Verdacht steht, mit gefälschten 100-Euro-Noten ihre Einkäufe bezahlt zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte die junge Frau am vergangenen Samstag gegen 10.30 Uhr zunächst in einem Starnberger Blumenladen Weihnachtsdekoration gekauft und mit einem 100-Euro-Schein bezahlt. Anschließend wollte sie in einer Spielwarenhandlung erneut einen Gegenstand mit einer solchen Banknote bezahlen. Eine Angestellte des Ladens bemerkte jedoch die Fälschung und alarmierte die Polizei. Beamte der Polizeiinspektion Starnberg konnten die 19-Jährige nur wenig später in der näheren Umgebung antreffen und vorläufig festnehmen. Im Geldbeutel der Tatverdächtigen fand sich ein weiterer falscher 100-Euro-Schein. Zudem fanden die Polizisten den zuerst gekauften Weihnachtsartikel und konnten so die Spur zurückverfolgen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II ordnete die zuständige Ermittlungsrichterin Untersuchungshaft gegen die 19-Jährige an. Sie wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

 

Mehrere Verletzte nach Fußballspiel

Im Rahmen eines Fußballspiels zweier A-Jugend-Mannschaften kam es am Samstag in Nürnberg zu körperlichen Auseinandersetzungen auf und neben dem Platz. Dabei wurde ein Spieler schwer verletzt. Gegen 19 Uhr ist es auf dem Sportplatz in der Straßburger Straße während eines Fußballspiels der A-Jugend zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen mehreren Beteiligten gekommen. Ein Spieler der Heimmannschaft erhielt einen Platzverweis, woraufhin er das Spielfeld nicht sofort verließ. Aus vorerst verbalen Streitigkeiten entwickelten sich Tätlichkeiten zwischen mehreren Personen. Nach bisherigen Erkenntnissen erlitt ein 16-jähriger Spieler durch einen Faustschlag eine schwere Gesichtsverletzung. Er musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Zudem sollen weitere Personen ebenfalls verletzt worden sein.

 

100  Schweine machen Sonntagsausflug

Am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr erreichte die Haßfurter Polizei eine eher ungewöhnliche Mitteilung. Im ganzen Ort liefen ausgebüxte Hausschweine herum. Zur Rettung der Tiere erfolgte ein größerer Einsatz, insbesondere der örtlichen Feuerwehren. Zunächst konnten geschätzte 50 Tiere in der Nähe eines Bauernhofs in der Lehmgrubengasse auf Äckern und Feldwegen festgestellt werden. Ebenso sichteten Anwohner weitere Schweine im Bereich der Obstanlage, des Ortskerns und in Richtung Haßfurt und Holzhausen. Der Schweinehalter war nicht vor Ort und konnte auch nicht telefonisch erreicht werden. Deshalb fehlten den Einsatzkräften genaue Angaben darüber, wie viele Schweine im Stall sind und wieviel ausgebüxt waren. Die herbeigerufenen Feuerwehren aus Uchenhofen und Haßfurt versuchten mit Anwohnern und den Polizeibeamten mit Hilfe von Traktoren, Rechen, Besen und Wellblechen die freilaufenden Schweine in den Stall zurückzutreiben. Insgesamt wurden schließlich 100 Schweine eingefangen. Manche Tiere flüchteten ortsauswärts auf die Verbindungsstraße Uchenhofen-Haßfurt, weshalb über den Kreisbauhof ein Geschwindigkeitstrichter errichtet wurde. Wegen der Dunkelheit wurde eine Drohne mit Wärmebildkamera der Feuerwehr Schweinfurt zum Aufspüren weiterer Ausreißer eingesetzt. Durch die Einsatzleitung Schweinfurt wurde das komplette Gebiet abgesucht, um weitere Schweine aufzufinden und damit Gefährdungen für Verkehrsteilnehmer auszuschließen. Zusätzlich wurde das Veterinäramt hinzugezogen, um das Wohlergehen und die Haltung der Schweine zu prüfen. Eine Zählung ergab, dass aktuell etwa 180 Schweine untergebracht sind. Insgesamt waren 63 Einsatzkräfte der Feuerwehren und Drohnenflieger im Einsatz. 

 

Ersthelfer als Lebensretter

Am Montagvormittag gegen 10 Uhr fuhr ein 49-Jähriger aus dem Landkreis Sulzbach-Rosenberg auf der A92 in Fahrtrichtung Deggendorf. Zwischen den Anschlussstellen Anschluss B15n und Wörth a. d. Isar prallte er mit seinem Pkw Alfa Romeo ungebremst in das Heck eines Sattelzug, der zu diesem Zeitpunkt auf dem rechten Fahrstreifen fuhr. Der Fahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und der Pkw geriet im Frontbereich sofort in Brand. Ein 53-jähriger Brummifahrer aus dem Landkreis Landshut, ein 35-Jähriger aus dem Landkreis Erding und 31-Jähriger aus dem Landkreis Freising hielten an der Unfallstelle an und löschten den Brand mit ihren Feuerlöschern, bevor die Flammen sich weiter ausbreiten konnten. Sie haben mit ihrem Einsatz wohl das Leben des eingeklemmten Fahrers gerettet. Der Pkw hatte sich derart in den Sattelauflieger verkeilt, dass die Feuerwehren aus Wörth und Postau eine Stunde brauchten, um den schwerverletzten Fahrer zu befreien. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Sattelzuges, ein 43-Jähriger aus der Slowakei blieb unverletzt. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von80 000 Euro. 

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