Wahlkreis 216 verabschiedet Horst Seehofer aus der aktiven Politik

„Ohne euch hätte ich das nicht leisten können“

20.06.2022 | Stand 20.06.2022, 7:46 Uhr
−Foto: Herbert

Von Ruth Stückle

„Ohne euch hätte ich das nicht leisten können.“ So ist der Empfang seines Bundeswahlkreises anlässlich seines Ausscheidens aus der aktiven Politik „die einzige Verabschiedung zwischen München und Berlin“, der Horst Seehofer zugestimmt hat. Eigentlich hätte der Festakt im Barocksaal des Stadtmuseums bereits Mitte November sein sollen. Wegen Corona wurde er verschoben. An diesem Samstag, bei Temperaturen von über 30 Grad, muss der Bundesinnenminister im Ruhestand, der auch schon Bundesgesundheitsminister, Bundeslandwirtschaftsminister, Bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender war, wie die rund 60 geladenen Gäste ganz schön schwitzen. Obwohl es im Stadtmuseum deutlich kühler als draußen ist. Seehofer nimmt sich die Freiheit und verzichtet wie viele andere an diesem Tag auf die Krawatte. „Mein Wahlkreis, diese Region, war für mich immer der Ort, wo ich mich wohlgefühlt habe. In leichten Zeiten und in schwierigen Zeiten“, sagt er.

„Es gibt jenseits der Politik noch Wichtigeres“, beginnt Seehofer seine knapp einstündige Rede. Wie immer frei, in gewohnt brillanter Rhetorik berichtet er über 56 Jahre Berufspolitik in Bonn, Berlin und München (davon 26 Jahre in Regierungsfunktion), erzählt über die Wandlung der zu Beginn seiner politischen Karriere strukturschwachen Region zu einer „echten Premium-Region“ und gibt am Ende seinen Nachfolgern fürs politische Miteinander manche weise Mahnung mit auf den Weg. „Nur dort, wo man zusammenhält, gibt es auch politische Erfolge“, lautet eine davon. Mitunter wird Seehofer fast philosophisch: „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“, sagt er nicht nur einmal. Ausführlicher Bericht auf donaukurier.de.