Mehrere Bundesländer wollen Lohnfortzahlung für Ungeimpfte bei Quarantäne abschaffen

Keine Imfpung, kein Geld

10.09.2021 | Stand 10.09.2021, 7:19 Uhr
Eine Frau wird geimpft. −Foto: Pexels

In mehreren Bundesländern gibt es Pläne, die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte abzuschaffen, die sich auf behördliche Anweisung hin in Isolation begeben müssen. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte der "Süddeutschen Zeitung", wer sich nicht impfen lasse, obwohl keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprächen, habe aus seiner Sicht keinen Anspruch auf eine Erstattung des Verdienstausfalls. Dann könne es "nicht sein, dass die Gemeinschaft dafür zahlen muss". Bayern will weiter in jedem Einzelfall über eine Entschädigung entscheiden.
Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn hatte grundsätzlich Sympathie für eine solche Argumentation erkennen lassen. Dies sei wie bei kostenlosen Tests: Er sehe nicht ein, "warum auf Dauer andere zahlen sollen, wenn sich jemand nicht für die kostenlose Impfung entscheidet, obwohl er könnte." Die Handhabung liege aber bei den Ländern. (ty)