Jetzt geht es den Muskeln wieder an den Kragen

02.06.2020 / 14:05
Ab dem kommenden Montag öffnen die Fitnessstudios wieder – Und Uli Schwarz von der Positiv-Gruppe sieht sich und seine Studios bestens gerüstet
Uli Schwarz
Uli Schwarz (Autor: SCHMATLOCH)

Von Michael Schmatloch

Die bayerischen Studiobesitzer haben aufgeatmet, als Ministerpräsident Markus Söder die Wiederöffnung der Fitnessstudios in Bayern für den 8. Juni verkündet hat. Und die Mitglieder der Fitnesstempel selbstredend auch, denen es quasi per Gesetz über Wochen verboten war, ihrem Sport nachzugehen. Nun endlich ist es am kommenden Montag wieder soweit. Mit ein paar Corona bedingten Besonderheiten natürlich. Aber die sind weniger gravierend, als zu befürchten stand.

Uli Schwarz jedenfalls, der zusammen mit Stefan Hilpert mittlerweile 16 Positiv-Studios in der weiteren Region betreibt und rund 13 000 Freizeitsportler betreut, ist zufrieden. „Ich habe es mir schlimmer vorgestellt, als es jetzt gekommen ist“, meint er zu den Sicherheitsauflagen, die er in seinen Studios zu beachten hat. Das beginnt bei den Atemschutzmasken, für die es zwar ein Gebot gibt, aber keine Pflicht. Beim Betreten des Studios, bei Gang auf die Toilette oder an die Theke herrscht Maskenpflicht, an den Übungsgeräten indes nicht.

Die stehen im Ingolstädter Positiv in der Münchener Straße sorgsam 1,5 Meter auseinander. Dafür hat Schwarz mit kleineren Umbauten gesorgt. Und dort, wo sie enger stehen, trennen Plexiglasscheiben die Trainierenden. „Ich muss lediglich ein Gerät sperren“, meint er, „und bei den Cardio-Geräten jedes zweite.“ Doch da spiele ihm der Sommer in die Karten, weil die Auslastung dieser Geräte im Sommer ohnehin überschaubar sei. 

Auch was die Zahl der gleichzeitig Trainierenden betrifft, erwartet Uli Schwarz keine Engpässe. „Bei zehn Quadratmetern pro Person können in unserem Studio 80 Menschen gleichzeitig trainieren“, so Schwarz, eine Zahl, die auch vor Corona kaum je erreicht wurde. Anmelden also muss man sich also nicht, wenn es einem nach einer Trainingseinheit gelüstet. Dennoch will er auf der neuen Homepage des Studios eine Auslastungs-App einbauen, über die man sich jederzeit informieren könne, wie viele Sportler gerade im Studio sind. 

Doch die verteilen sich bei einer Öffnungszeit von 6 Uhr bis 23 Uhr auf ganz natürliche Weise. Und für die Kursen, die beinahe alle wie gewohnt stattfinden dürfen, muss man sich wie früher ohnehin eintragen. Die lästige Zettelwirtschaft, wie sie in Lokalen üblich ist, berührt die Studios kaum, da jedes Mitglied sich ohnehin eincheckt. Lediglich die „Laufkundschaft“ muss einen Zettel ausfüllen.

Die gravierendsten Änderungen gibt es im Sauna-, Dusch- und Umkleidebereich. Denn die bleiben erst einmal geschlossen. Das bedeutet, dass die Mitglieder des Studios im Trainingsdress aufschlagen müssen. Denn Umziehen im Studio bleibt vorerst verboten. Und Duschen auch. „Wir hoffen aber, dass sich das in ein paar Wochen ändert“, meint Uli Schwarz, der selbst erst einmal ab dem kommenden Montag Erfahrungswerte sammeln will, um gegebenenfalls an der einen oder anderen Stelle nachjustieren zu können. Gravierende Veränderungen erwartet er jedoch nicht, obschon die Eröffnung von 16 Studios gleichzeitig schon eine gewisse Herausforderung darstellt. Aber sein Hygienekonzept steht, Desinfektionsmittel am Eingang und in den Gerätebereichen stehen bereit, damit die Mitglieder sich selbst und die genutzten Geräte desinfizieren können.

Selbst den Lounge-Bereich darf Schwarz offenhalten. „Wir müssen halt schauen, wie eigenverantwortlich die Leute sind und den Bereich gegebenenfalls schließen“, so Schwarz, der auch sämtliche Klima- und Belüftungsanlagen im Studio in der Münchener Straße mit neuen Filtern auf Vordermann gebracht hat, um einen guten Luftaustausch zu gewährleisten. „Da sind wir auf der sicheren Seite“, meint Schwarz.

Jetzt müssen nur noch die Mitglieder kommen. Wie die reagieren werden, das weiß Uli Schwarz auch noch nicht, obschon sein Eindruck ist, dass die „Leute heiß darauf sind, endlich wieder trainieren zu können.“ Und was die sogenannte Risikogruppe betrifft – die Positiv-Studios haben auch sehr viele ältere Kunden: „Da sind wir selber gespannt.“

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