Post von Audi

Audi-Infobroschüre klärt Anwohner über Sicherheitsfragen auf

17.03.2023 | Stand 18.03.2023, 6:11 Uhr

Das Audi-Stammwerk aus der Luft: Der Ingolstädter Autobauer hat eine Informationsbroschüre zum Thema Sicherheit erstellt, die Anwohner des Werks im Briefkasten haben werden. Foto: Audi

Mehrere Tausend Haushalte werden an diesem Freitag Post von Audi im Briefkasten haben. Keine Werbung, sondern eine Informationsbroschüre, die durchaus einen Blick wert ist.



In kompakter Form werden in dem kleinen Faltblatt Handlungsempfehlungen für den Notfall dargestellt. Lacke, Kraftstoffe, Gase, Kühlmittel – bei Audi gehört der Umgang mit Gefahrstoffen in manchen Abteilungen zum Alltag. Weil es ein großer Standort ist, sind auch die Mengen entsprechend hoch. Kein Grund zur Besorgnis. Bei Audi sieht man sich für alle Fälle gut gerüstet. Das betonen Marlen Riddering, die für den betrieblichen Umweltschutz zuständig ist, und Roland Müller, der Leiter der Werkfeuerwehr, bei einem Pressegespräch. „Keiner unserer Nachbarn muss beunruhigt sein“, betont Riddering.

Auslöser für die Informationsbroschüre und die Aufklärung der Öffentlichkeit ist eine Änderung bei den Umsetzungsvorgaben in der Gesetzgebung. Aus rechtlicher Sicht war Audi bislang ein Störfallbetrieb der unteren Klasse, nach der Änderung ist der Autobauer nun ein Störfallbetrieb der oberen Klasse – ohne, dass sich im Betrieb selbst grundlegend etwas geändert hätte, wie Riddering betont. Damit verbunden ist eben eine noch stärkere Einbindung der Öffentlichkeit, deshalb diese Informationsbroschüre. Der Autobauer hat auch vorher schon im Internet über Betriebsstoffe und vieles andere mehr informiert.

Gut vorbereitet für etwaige Notfälle



Dass Audi auf etwaige Notfälle gut vorbereitet ist, daran lässt Müller keinen Zweifel. Das Sicherheitskonzept hat sich bewährt, die Werkfeuerwehr muss in nur fünf Minuten zur Stelle sein. „Wir wollen jedwede Störung möglichst früh erkennen und beheben“, sagt Müller. Dass das offenbar funktioniert, belegt er mit einem Blick in die Vergangenheit. In den vergangenen 25 Jahren habe keine Störung zu einem größeren Brand geführt, berichtet er. Und es hat in den vergangenen Jahren keinen Störfall gegeben, der gemeldet hätte werden müssen, fügt er hinzu. „Das bleibt auch das Ziel für die Zukunft“, ergänzt Riddering.

Infobroschüre „Mit Sicherheit bei Audi“



Die Infobroschüre „Mit Sicherheit bei Audi“ erscheint mit einer Auflage von rund 3500. Sie wird also nicht an alle Ingolstädter Haushalte verteilt, sondern nur an diejenigen, die in dem unwahrscheinlichen Fall eines Notfalls betroffen wären, also in erster Linie der nördliche Teil des Piusviertels. Nach einem kurzen Einleitungstext werden Tipps und Informationen gegeben, etwa über das korrekte Verhalten im Gefahrenfall.

Außerdem werden die „störfallrelevanten Stoffe“ beschrieben, vor allem Lacke, Gase und Kraftstoffe. Auch die Vorkehrungen, die Audi trifft, um die Sicherheit zu gewährleisten, werden beschrieben.

Schließlich finden sich in dem Faltblatt noch jede Menge Telefonnummern, die die Bürger bei Nachfragen oder im Notfall anwählen können.