In Ingolstadt wird Autofahren 2021 am teuersten

25.08.2020 / 15:18
Bei der Regionalstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft landet die Schanz auf dem letzten Platz
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Westpark Stau (Autor: SCHMATLOCH)

(ty) Nirgends in Bayern wird das Autofahren 2021 so teuer wie in Ingolstadt. Und das liegt an der Regionalstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Der zufolge liegt die Schanz ob der Schadensbilanz auf dem allerletzten Platz. Was wiederum zur Folge hat, dass die Versicherungsbeiträge in Ingolstadt im kommenden Jahr steigen.

Wo verursachen Autofahrer viele und teure Schäden, wo kracht es nur selten? Um das herauszufinden, berechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jedes Jahr die Schadenbilanzen der rund 400 Zulassungsbezirke in Deutschland und teilt die Bezirke in Regionalklassen ein. 

Nach der heute veröffentlichten unverbindlichen Regionalstatistik des GDV werden in der Kfz-Haftpflichtversicherung jeweils 48 Zulassungsbezirke herauf- bzw. heruntergestuft. Dadurch profitieren rund 4,5 Millionen Autofahrer von besseren Regionalklassen, während rund 4,8 Millionen Fahrer in höhere Regionalklassen rutschen. In 317 Zulassungsbezirken beziehungsweise für rund 32,4 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherte bleibt es bei den Regionalklassen des Vorjahres. 

In der Kfz-Haftpflichtversicherung ergeben sich aus der heute veröffentlichten Regionalstatistik für 16 der 97 bayerischen Zulassungsbezirke bessere Einstufungen, unter anderem für Garmisch-Partenkirchen, Straubing und das Nürnberger Land. Insgesamt profitieren davon rund eine Million Autofahrer. Für rund 540 000 Autofahrer in 11 Bezirken steigt hingegen die Regionalklasse, unter anderem in Miesbach, Roth und Memmingen. Die beste Schadenbilanz erreichten Autofahrer in Kronach, in Ingolstadt war die Schadenbilanz am schlechtesten.

In der Kaskoversicherung verschlechtert sich die Einstufung für rund ein Viertel der fast sechs Millionen Kaskoversicherten – wenn auch nur um jeweils eine Klasse. Davon betroffen sind insbesondere Bezirke in Oberbayern. Hier hatten Hagelkörner im Zuge der Unwetter „Jörn“ und „Klaus“ Mitte Juni 2019 an vielen Autos teure Dellen hinterlassen.

Grundsätzlich gilt: Je besser die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Allerdings lässt sich über eine Veränderung bei der Regionalklasse keine Aussage über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages treffen.

Besonders gute Schadenbilanzen erreichten Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die bundesweit beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung errechneten die Statistiker des GDV für die Prignitz in Brandenburg – hier waren die Schäden 30 Prozent niedriger als im bundesweiten Durchschnitt. Hohe Regionalklassen gelten insbesondere in Großstädten sowie in Teilen Bayerns. Die schlechteste Schadenbilanz hatte wie schon in den Vorjahren Berlin, wo die Schäden mehr als ein Drittel höher waren als im Bundesdurchschnitt.

Auch in den Kasko-Versicherungen ändern sich durch die aktuelle GDV-Regionalstatistik für viele Autofahrer die Regionalklassen: Für fast 3,4 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherte gelten künftig bessere, für 3,2 Millionen höhere Einstufungen. Für fast 80 Prozent bzw. rund 29,6 Millionen bleibt alles beim Alten.

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