„Hoffen wir, dass wir auch diesmal verschont bleiben“

08.02.2020 / 08:57
Warten auf den Orkan Sabine, der vermutlich Montagnacht Ingolstadt erreicht
Gewitter
Gewitter (Autor: Radka Schöne / pixelio.de)

Der Orkan Sabine wird in der Nacht auf Montag voraussichtlich auch Ingolstadt erreichen - und zahlreiche Eltern haben vor dem Wochenende die Befürchtung geäußert, dass am Montag, wie in anderen Bundesländern, deswegen die Schule ausfällt. Doch noch gebe es keine Schulausfälle, erklärte die Stadt. Es bestehe generell auch kein Grund zur Sorge. Derzeit gibt es laut Amt für Brand- und Katastrophenschutz keine konkrete Unwetterwarnung - die Lage kann sich aber im Laufe des Wochenendes noch ändern.

"Sehr geehrte Erziehungsberechtigte, bitte sehen Sie davon ab, telefonisch nachzufragen, ob unsere Realschule am Montag aufgrund des Orkantiefs geschlossen bleibt", schrieb eine Schulleiterin am Freitagnachmittag an die Eltern ihrer Schüler, nachdem offenbar viele, alarmiert durch Medienberichte, nachgefragt hatten. Auch andere Schulen reagierten am Freitag mit Rundmails an die Eltern. Das Schulamt hatte nämlich am Nachmittag die Schulen informiert, dass ein "witterungsbedingter Ausfall" des Unterrichts am Montag im Raum stehe, entweder vom städtischen Katastrophenschutz oder vom Kultusministerium empfohlen beziehungsweise angeordnet. Die Schulleiter baten die Eltern, auf entsprechende Nachrichten der Medien am Wochenende beziehungsweise Montagfrüh zu achten und versprachen, sie auch selbst zu informieren. Für Kinder, die sonst keine Betreuung zu Hause hätten, würde man eine Notfallgruppe einrichten, versicherte etwa die Grundschule Unsernherrn. Andere Schulen dürften ähnlich verfahren.

"Morgen gibt es eine kurze Besprechung", erklärte Florian Wenzl, der stellvertretende Leiter beim Amt für Brand- und Katastrophenschutz, am Freitag. Da werde - basierend auf den aktuellen Wetterprognosen - festgelegt, ob man am Sonntag die Einsatzkräfte personell verstärken müsse. Und am Sonntag werde dann permanent das Wetter beobachtet, danach ausgerichtet würden die weiteren Maßnahmen festgelegt, etwa, ob es eine Alarmierung gibt. Nach derzeitigem Stand würde das Sturmtief in etwa mit derselben Geschwindigkeit (106 km/h) wie der Sturm am vergangenen Montag hier ankommen. Sollte er aber, wie auch schon prognostiziert, mit 160 km/h durch die Region fegen, dann müsse man schon mit Gröberem rechnen, sagte Wenzl. Derzeit, stellt Wenzl klar, gebe es aber keine konkrete Unwetterwarnung. Er rät der Bevölkerung, sich via Radio, Onlinemedien oder Warn-App Nina, die man sich in den App-Stores auf sein Smartphone laden kann, zu informieren. Darüber würden die Informationen der Behörden rasch verbreitet.

Auch die Deutsche Bahn bereitet sich auf den Orkan vor. In einer Pressemeldung gab das Unternehmen bekannt, im Regional- wie im Fernverkehr ab Sonntagabend mit "erheblichen Beeinträchtigungen" zu rechnen - einhergehend mit der Empfehlung, im Zeitraum zwischen Sonntagabend und Dienstag geplante Reisen zu verschieben. Die Bahn rät den Reisenden, sich vor der Fahrt auf www. bahn.de/reiseauskunft  zu informieren.

Bei der INVG rechnet man derzeit nicht mit einer Beeinträchtigung durch Orkan Sabine. "Die Busse haben zwölf Tonnen Gewicht, weggeweht werden die nicht", erklärte Prokurist Hans-Jürgen Binner. Sollte es doch heftiger werden, könne man aber sofort reagieren, schließlich sei die Leitstelle rund um die Uhr besetzt. Sollte die Schule am Montag tatsächlich ausfallen, seien die Schulbusse auch schnell abbestellt. Binner verweist auf die INVG-App, über die sich alle Reisenden informieren könnten.

Dass die INVG-Busse wegen schlechten Wetters nicht fahren konnten, das habe es erst einmal gegeben, so weit er sich erinnern könne, sagte Binner. Und zwar an einem 6. Januar vor ein paar Jahren: "Da hatten wir Blitzeis. Da sind die Busse zwei, drei Stunden gestanden. " So mancher Busfahrer habe damals in der Prärie anhalten müssen, was nicht jedem gefallen habe. "Aber Sicherheit geht vor. " Ansonsten seien ihnen folgenschwere Unwetter erspart geblieben. "Hoffen wir, dass wir auch diesmal verschont bleiben", sagte Binner.

Von Thorsten Stark

 

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