Fünf Monate alter Säugling beinahe erschlagen, Skurrile Irrfahrt mit dem Taxi, 83-Jähriger tot im Bachbett, Drei Tote in Starnberger Wohnung

13.01.2020 / 16:16
Spektakuläre Fälle aus den bayerischen Polizeiberichten
Symbolbild Blaulicht
Symbolbild Blaulicht
Symbolbild Blaulicht (Autor: Pixabay)

Fünf Monate alter Säugling beinahe erschlagen

Am gestrigen Sonntag zeigte eine diensthabende Ärztin des Klinikums Memmingen bei der Polizei die Einlieferung eines knapp fünf Monate alten Säuglings mit massiven Schädelverletzungen an. Die im Krankenhaus anwesenden Eltern des Kindes, beide deutsche Staatsangehörige, wurden noch vor Ort durch Beamte der Polizeiinspektion Memmingen vorläufig festgenommen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der 23-jährige Kindsvater den Säugling vereinbarungsgemäß am Samstagnachmittag von der 16-jährigen Mutter, die bei ihren Eltern wohnt, für eine Übernachtung bei sich in Obhut genommen. Am Sonntagmorgen stellte wiederum die Mutter des im gleichen Haus wohnenden Kindsvaters bei dem Säugling erhebliche Verletzungen fest und veranlasste die sofortige Einlieferung in das Klinikum. Die gerichtsmedizinische Untersuchung des Babys am heutigen Montag ergab unter anderem eine akute lebensbedrohliche Gewalteinwirkung gegen den Kopf, wobei aktuell keine Lebensgefahr besteht. Der Vater des Kindes wurde wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags und der Misshandlung Schutzbefohlener am Montagnachmittag der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Memmingen vorgeführt, die Untersuchungshaft anordnete. Er befindet sich nun in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt. Die Mutter des Kindes wurde aus dem polizeilichen Gewahrsam wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen zur genauen Aufklärung des Tathintergrundes dauern an.

 

Skurrile Irrfahrt mit dem Taxi

Ein 34-Jähriger bestellte sich in der Nacht auf Sonntag ein Taxi in die Grenzstraße in Augsburg, um sich von dort in die Bürgermeister-Ackermann-Straße fahren zu lassen. Dort wollte der bereits stark alkoholisierte Mann an einer Tankstelle weiteren Alkohol kaufen, was ihm aufgrund seines Zustandes jedoch verweigert wurde. Daraufhin ließ sich der Fahrgast zurück zu seiner Wohnung fahren. Da der 34-Jährige dort feststellte, dass er kein Bargeld bei sich hat, navigierte er den Taxifahrer weiter zu einer Bank in die Ulmer Straße. Hier wiederrum bemerkte der Fahrgast das Fehlen seiner EC-Karte und ließ sich nochmals zur Tankstelle befördern. Da er hier seine EC-Karte offensichtlich nicht vergessen hatte, wies er den Taxifahrer an, zurück an seine Wohnung zu fahren. An der Anschrift angekommen verschwand der 34-Jährige plötzlich im Haus, kehrte aber nicht zurück, um den angefallenen Fahrpreis zu entrichten. Schließlich konnte eine Streifenbesatzung den Fahrgast ausfindig machen und in seiner Wohnung antreffen.

 

83-Jähriger tot im Bachbett

Am Samstag wurde eine tote Person aus einem Bachbett bei Kiefersfelden geborgen. Die Kripo Rosenheim geht von einem tragischen Unglücksfall aus. Am Samstagnachmittag wurde der 83-Jährige im Bereich des Egelseewegs in Kiefersfelden leblos in einem Bachbett gefunden. Trotz sofortiger Bergung aus dem Wasser konnte bei dem Mann nur noch der Tod festgestellt werden. Der Mann dürfte ohne Fremdeinwirkung in den Bach gestürzt und dort gestorben sein.

 

Mann würgt seine Bekannte

Am Donnerstag erstattete eine 20-jährige Passauerin Strafanzeige, da sie von einem 25-jährigen Bekannten körperlich attackiert und heftig gewürgt worden war. Gegen den Mann erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau ein Haftbefehl wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Er konnte schließlich von Nürnberger Grenzpolizisten am Flughafen Nürnberg verhaftet werden. Am Mittwoch hatte der 25-jährige Iraker seine 20-jährige ukrainische Bekannte gebeten, in deren Wohnung zu nächtigen. Die Frau hatte dem Mann in der Vergangenheit bereits mehrmals zu verstehen gegeben, dass sie an keinem näheren körperlichen Kontakt interessiert ist. Am nächsten Morgen gegen 6.30 Uhr erwachte die Frau, als der Mann vor ihrem Bett stand und begann, sie zu würgen. Die Frau setzte sich erfolgreich zur Wehr und drängte den Mann zum Verlassen der Wohnung. Durch das massive Würgen erlitt sie eindeutige Verletzungen am Hals. 

 

Drei Tote in Starnberger Wohnung

Gestern wurden in einem Anwesen in Starnberg drei Personen gewaltsam getötet gefunden. Familienangehörige hatten sich Sorgen gemacht, nachdem die Hausbesitzer einige Zeit nicht erreichbar waren und verständigten die Polizei. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft München II nahm die Kripo Fürstenfeldbruck vor Ort die Ermittlungen auf. Unterstützt wurden sie von einem Münchner Rechtsmediziner. Derzeit werden die drei Toten im Institut für Rechtsmedizin obduziert. Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Kripo davon aus, dass der 21-jährige Sohn am Wochenende zunächst seine Eltern (60 und 64 Jahre) und dann sich selbst getötet hat. Vor Ort wurden zwei Faustfeuerwaffen als mutmaßliche Tatwaffen sichergestellt. Zum Motiv der Tathandlung können derzeit keine Angaben gemacht werden. 

 

42-Jähriger schlägt 87-Jährige

Völlig unvermittelt wurde einer 87-Jährigen aus Sendling, die am S-Bahnsteig am Marienplatz in München auf einer Wartebank saß, von einem 42-jährigen Russen ins Gesicht geschlagen. Kurz darauf fuhr auf Gleis 2 eine S3, in die eine 44-Jährige aus Sendling einsteigen wollte. Der Wohnsitzlose schubste die Frau an der Türe unvermittelt zurück und beleidigte auch sie. In der S-Bahn ging er auf eine 41-Jährige aus Unterhaching zu, erhob die Hand und versuchte auch auf sie einzuschlagen. Die Frau konnte ausweichen, dann bedrohte und beleidigte er auch sie. Die zuvor zur Seite Gestoßene zog in der S-Bahn die Notbremse, woraufhin Bundespolizisten eintrafen. Am Treppenabgang zur U-Bahn war der Aggressor von weiteren Fahrgästen umstellt und damit festgehalten und der Bundespolizei übergeben worden. Während der Polizeimaßnahmen schrie er Passanten an und beleidigte und bedrohte sie. Dann stellte er sich in „Boxermanier“ vor einen Beamten, ballte die Fäuste und schlug zweimal in Richtung des Kopfes des Bundespolizisten. Dieser wehrte die Angriffe ab und überwältigte zusammen mit weiteren Beamten den Angreifer. Gegen den nicht alkoholisierten Russen wird nun von der Münchner Bundespolizei wegen Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung, Widerstand sowie tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Seit 2003 war der Russe immer wieder wegen Bedrohung, Diebstahl, Körperverletzung und Sexualdelikten auffällig geworden und in Haft gesessen bzw. auch in psychologischen Einrichtungen untergebracht worden.

 

Christbaum verursacht Wohnungsbrand – Zwei Personen schwerverletzt

Am Freitag gegen 20.20 Uhr bemerkte ein Nachbar einen Brand in einer Wohnung in der Reismühlenstraße in München und verständigte die Feuerwehr. Die beiden Bewohner, eine 94-Jährige und ein 81-Jähriger, konnten von der Feuerwehr aus der Wohnung geborgen werden. Beide erlitten starke Verbrennungen und wurden jeweils in Spezialkliniken gebracht. Der Gesundheitszustand ist derzeit kritisch. Durch den Brand sowie Rauch und Ruß entstand in der Wohnung ein Sachschaden von etwa 50 000 Euro. Nach derzeitigem Ermittlungsstand brach der Brand im Bereich eines Christbaums aus. Es handelt sich wohl um einen technischen Defekt einer Lichterkette. 

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