Firmenlauf: Veranstalter hofft noch

30.07.2020 / 18:25
Angepasstes Konzept über drei Tage liegt der Stadt vor - und wartet auf eine Entscheidung
Rathaus Ingolstadt
Rathaus Ingolstadt
Das Rathaus in Ingolstadt (Autor: Bernd Limmer)

(ty) Schweren Herzens haben Roland Muck und Roland Knoll jetzt den für den 20. September geplanten Halbmarathon abgesagt. Nur vier Tage später soll der Ingolstädter Firmenlauf stattfinden - und noch hält der Veranstalter, die n plus sport GmbH, an diesen Plänen fest. "Es gibt allerdings noch kein finales Feedback von der Stadt", sagt Ralf Niedermeier, einer der beiden Geschäftsführer.

Das Konzept, das der Stadt vorliegt, habe man an die Corona-Krise angepasst. So soll sich die Veranstaltung (die ursprünglich am 28. Mai stattfinden sollte) auf drei Tage ausdehnen - von Donnerstag, 24. September, bis Samstag, 26. September, um das Laufgeschehen zu entzerren. Maximal 1000 Läufer pro Tag, die als weitere Maßnahme jeweils in Zweier- oder Dreiergruppen im Abstand von zehn Sekunden starten sollen, stellen sich die Veranstalter vor. Ein Rahmenprogramm, wie beim Firmenlauf üblich, beinhaltet das Konzept auch nicht mehr. "Wir sind nicht so weit auseinander", schätzt Niedermeier. "Aber ob wir von der Stadt eine Genehmigung bekommen, weiß ich trotzdem nicht. Die aktuelle Entwicklung spricht natürlich gegen uns."

Dazu kommt: Im Gegensatz zu anderen Bundesländern überlässt es Bayern den Kommunen, ob sie Großveranstaltungen Sondergenehmigungen erteilen. Entsprechend vorsichtiger gehen die Gemeinden vor. In Baden-Württemberg etwa sei dagegen klar geregelt, dass Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern derzeit verboten seien. "Das ist dann für uns nicht mehr interessant, daher haben wir dort zurückgezogen", sagt Niedermeier, dessen Firma bundesweit Firmenläufe veranstaltet. Im Saarland wiederum, der Heimat der Firma, sei so eine Veranstaltung grundsätzlich erlaubt. Deswegen gehe er auch davon aus, dass der Firmenlauf dort stattfinden darf. Auch in Ingolstadt würde er das Konzept gerne anwenden: "Ich glaube, das ist wesentlich unproblematischer, als am Samstagmittag im Baumarkt einzukaufen oder am Samstagabend wegzugehen." Wenn es aber keine Genehmigung gäbe, dann würde der Firmenlauf eben dieses Jahr nur virtuell stattfinden. "Wir werden das in den nächsten Tagen entscheiden müssen", sagt Niedermeier. "Ein bisschen Vorlauf brauchen wir ja auch."

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