Zuschauerbeschränkung wegen Corona hat Folgen
ERC Ingolstadt setzt die Dauerkarte aus

25.11.2021 | Stand 25.11.2021, 7:50 Uhr |
Eishockey −Foto: O. Fischer /pixelio.de

Die von der Staatsregierung und dem Landtag auferlegte 2G-Plus-Regelung und vor allem die Zuschauerbeschränkung in Sportstätten bringt den ERC Ingolstadt unter Handlungsdruck: In der Saturn-Arena darf der Eishockeyklub mindestens für die nächsten vier Heimspiele in der DEL nur rund 1200 Besucher einlassen. Die Zahl reiche aber natürlich nicht annähernd aus, "um alle Dauerkartenbesitzer unterzubringen", teilte der Klub mit und stellte sein offensichtlich unausweichliches Vorhaben vor: Man habe sich "dazu entschieden, die Dauerkarte für die zunächst vier kommenden Spiele zu pausieren". Zudem verlieren alle bereits erworbenen Einzeltickets ihre Gültigkeit.

Alle Dauerkartenbesitzer erhalten ein exklusives Vorverkaufsrecht auf die wenigen verfügbaren Tickets, dafür müssen sich die Fans mit Dauerkarte aber neu bewerben: An diesem Donnerstag werden im Online-Shop ab 12 Uhr die Karten (laut ERC wegen der Unannehmlichkeiten zu einem günstigeren Preis) für die Derbys gegen die Straubing Tigers (Sonntag, 28. November), und den EHC München (Dienstag, 30. November) freigeschaltet. Jeder Dauerkarteninhaber kann mit seinem Account zwei Tickets buchen. Alternativ geht der Ticketkauf auch im Fairplay Hockey Shop in der Zweiten Eishalle. 

Die Platzwahl ist frei. Es sind sowohl Sitz- als auch Stehplätze erhältlich. Um aber auch im Stehplatzbereich die gesetzlich vorgeschriebenen Abstände gewährleisten zu können, "müssen die zugewiesenen Plätze eingehalten werden", betont der ERC.

Ein finanzieller Ausgleich ist für die treuen Fans angesichts der neuerlichen Entwicklung mit der Pause geplant: "Da mit der diesjährigen Dauerkarte 28 Heimspiele besucht werden können, aber nur 26 bezahlt werden mussten, wird ab dem dritten Spiel, das unter den Corona-Regeln durchgeführt wird, je 1/26 des Dauerkartenpreises rückvergütet und am Ende der Saison ausbezahlt", so der ERC. Die Besitzer der stornierten Tagestickets für die nächsten Partien bekommen ihr Geld natürlich auch wieder.

Weitere Heimspiele, die von den aktuellen Corona-Vorgaben betroffen sind, sind mindestens die Gastspiele der Iserlohn Roosters (10. Dezember) sowie der Adler Mannheim (12. Dezember). Angesichts der weiterhin steigenden Corona-Zahlen dürfte es sehr wahrscheinlich danach mit den Beschränkungen weitergehen.

Zutritt zu den ERC-Spielen erhält den gesetzlichen Vorgaben entsprechend ab sofort nur noch, wer nach der 2G-Plus-Regelung entweder seinen Geimpften- oder Genesenen-Status nachweisen kann - und zusätzlich einen gültigen negativen Corona-Schnelltest vorweist, der maximal 24 Stunden alt ist; ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren. Zudem gilt wie zuletzt auch schon die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Für Kinder von 6 bis 16 Jahren ist laut ERC eine medizinische Maske ausreichend.

Die Corona-Teststation vor der Saturn-Arena soll vor den Spielen ihre Kapazitäten erweitern, um möglichst vielen Fans den Zutritt zum Stadion zu erleichtern. (reh)