Der Neue übernimmt das Ruder bei Audi

01.04.2020 / 08:21
Heute ist für Markus Duesmann der erste Arbeitstag als Audi-Vorstandsvorsitzender
Markus Duesmann
Markus Duesmann (Autor: Dietmar Theis)

Die Corona-Krise hat auch und insbesondere die deutsche Leit-Industrie fest im Griff. Die Autobranche steht im Grunde still und leidet unter der eingebrochenen Nachfrage. In diese schwere Zeit fällt ein für Audi immens bedeutender Tag – ausgerechnet. Heute tritt der neue Konzernchef Markus Duesmann seinen Dienst bei den Ingolstädtern an. Mit ihm ist so manche Hoffnung verbunden. Zugleich bedeutet das auch den Abschied vom bisherigen Chef Bram Schot, der das Unternehmen verlassen wird.

Duesmann ist einer der Hoffnungsträger bei Audi. Er wurde 1969 in Heek nahe der niederländischen Grenze bei Enschede geboren. Der studierte Ingenieur war bis Juli 2018 Teil des Vorstandes von BMW. Audi-Betriebsratschef Peter Mosch sagte erst vergangene Woche, Duesmann sprühe vor Ideen. Und weiter meinte Mosch: „Er wird uns weiter nach vorne bringen. Davon bin ich überzeugt.“ Der neue Audi-Chef müsse zudem nach der Krise die Produktion sowie die Produkte wieder auf den Weg bringen.

Der bisherige Vorstandschef Schot hatte somit gestern seinen letzten Arbeitstag bei Audi. Er kam zum 1. September 2017 nach Ingolstadt in den Audi-Vorstand und war zunächst für Vertrieb und Marketing zuständig. Mitte Juni 2018 – nach der Trennung vom langjährigen Konzernlenker Rupert Stadler im Zuge der bis heute nachwirkenden Diesel-Affäre – wurde Schot zusätzlich zum Interims-Chef ernannt. Im Januar des vergangenen Jahres übernahm er schließlich das Amt des Vorstandsvorsitzenden voll und ganz. Sein Posten als Vertriebsvorstand ging daraufhin an Hildegard Wortmann – der ersten Frau im Führungsteam der Ingolstädter überhaupt.

Doch der Wechsel auf dem Chefsessel ist nicht die einzige Personalie, die sich ab heute ändert. Denn auch der bisherige Personal- und Organisationsvorstand Wendelin Göbel hat das Unternehmen zum heutigen Tag verlassen. Der gebürtige Eichstätter saß wie Schot seit 1. September 2017 in der Vorstands-Etage des Autobauers. Ersetzt wird er nun durch Sabine Maaßen – womit Audi ab heute eine zweite Frau im Vorstandsteam hat. Sie war zuletzt in der Führung von Thyssenkrupp aktiv und verfügt zudem über Erfahrungen in Gewerkschaftsarbeit aus ihrer Zeit bei der IG Metall. Sie gilt daher allgemein als Wunschlösung der Arbeitnehmervertretung.

Bereits im 1. Quartal des laufenden Jahres haben zudem Beschaffungsvorstand Bernd Martens und Finanzchef Alexander Seitz Audi verlassen. Auf Martens folgte Dirk Große-Loheide, bisher Vorstand für Beschaffung der Marke Volkswagen. Und Seitz tauschte zum Stichtag 1. März den Posten mit VW-Marken-Finanzvorstand Arno Antlitz und ging deshalb zurück nach Wolfsburg.

Von Christian Tamm

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