Der Edelstoff kann fließen

19.07.2021 / 13:21
Der Schanzer Augustiner hat heute unter dem Namen „Theresienhof“ in der Theresienstraße aufgemacht
Theresienbräu1
Theresienbräu1 (Autor: Schmatloch)

Von Michael Schmatloch

Die wichtigste Frage soll vorab geklärt werden: Der legendäre Augustiner Edelstoff kostet 3,90 Euro. Heute hat nach zweijährigen Umbau- und Restaurierungsarbeiten im denkmalgeschützten Illingerhaus in der Theresienstraße der Schanzer Augustiner-Bräu eröffnet. Theresienhof nennt sich die bayerische Kneipe in dem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert und bietet rund 200 Gästen Platz, wenn die Räume im Obergeschoß fertig sind. Die sind derzeit noch verschlossen, geöffnet sind Erdgeschoß und der opulente Biergarten in der Theresienstraße. 

Das bis zur Schulstraße reichende Areal – im hinteren Teil befanden sich die Räume der ehemaligen Seifensiederei und ein Pferdestall mit Kreuzgewölbe – wurde hinten entgegen früheren Planungen offenbar doch nicht für gastronomische Zwecke genutzt. 

Theresienbräu2
Theresienbräu2 (Autor: Schmatloch)

Die denkmalgeschützte Immobilie, die im Besitz der Seifensiederfamilie Illinger jahrundertelang genau diesem Zweck diente, vor 400 Jahren aber auch schon einmal eine Brauerei beherbergt hat, soll – wie alle Augustiner-Gaststätten – ein Ort bayerischen Gemütlichkeit werden. Mit gutem Essen und vernünftigen Preisen, wie Augustiner-Geschäftsführer Martin Leibhard bei der Präsentation der Pläne sagte.

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Theresienbräu3 (Autor: Schmatloch)

Der eingeschossige mittelalterliche Kernbau des Illingerhauses wurde im 16. Jahrhundert aufgestockt und 1895 mit der heute noch erhaltenen Fassade versehen. Im hinteren Teil befanden sich Pferdestall und jene Seifensiederei, in der seit 1799 Seife produziert wurde. Ab 1896 von der Familie Illinger aus Freising, die dem Haus schließlich den Namen gab.

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Theresienbräu4
Und wer darf nicht fehlen? (Autor: Schmatloch)

Nachdem nun ein Franke Pächter des Theresienhofes geworden ist, stehen natürlich einige fränkische Spezialitäten auf der Speisenkarte, Nürnberger Bartwürste zum Beispiel ab 8,90 Euro oder das tyische „Schäuferla“ für 14,90 Euro. Ansonsten reicht das bayrisch akzentuierte Angebot vom Wurstsalat (7,50 Euro) über das Schnitzel Wiener Art (12,50 Euro) bis zu Burgern, vegetarischen Gerichten und Salaten. 

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