Statt Hartz IV
Bürgergeld: Das sind die Auszahlungstermine 2023 - wie viel jeder bekommt

03.01.2023 | Stand 05.01.2023, 11:48 Uhr

Ab Januar 2023 gilt in Deutschland das Bürgergeld. Wir haben die Termine und die Beträge zusammengefasst. −Symbolbild: dpa

Harzt IV ist Geschichte, das Bürgergeld gilt ab 2023. Doch wann sind die Auszahlungstemine - und wie viel Geld bekommt der einzelne Bezugsberechtigte? Wir haben das alles in einem Überblick zusammengefasst.



Grundsätzlich gilt: Der höhere Regelsatz wird 2023 automatisch an Bezugsberechtigte ausgezahlt. Das Bürgergeld wird dabei in zwei Schritten eingeführt. Zum Jahresanfang wird der Regelsatz erhöht und eine Bagatellgrenze wird eingeführt. Mitte des Jahres werden die „Kernelemente zu Weiterbildung und Qualifizierung“ eingeführt, so die Bundesagentur für Arbeit.

Pünktlich zum Jahreswechsel sollte der erhöhte Regelsatz auch schon ausgezahlt worden sein.

Die Termine für das Bürgergeld 2023



- Januar 2023: Freitag, 30.12.2022
- Februar 2023: Dienstag, 31.1.2023
- März 2023: Dienstag, 28.2. 2023
- April 2023: Freitag, 31.3.2023
- Mai 2023: Freitag, 28.4.2023
- Juni 2023: Mittwoch, 31.5.2023
- Juli 2023: Freitag, 30.6.2023
- August 2023: Freitag, 28.7.2023
- September 2023: Donnerstag, 31.8.2023
- Oktober 2023: Freitag, 29.9.2023
- November 2023: Dienstag, 31.10.2023
- Dezember 2023: Donnerstag, 30.11.2023
- Januar 2024: Freitag, 29.12.2023

„Wir haben nun Klarheit und können loslegen. Die erhöhten Regelsätze werden wir pünktlich zum Jahreswechsel auszahlen. Es ist für das Bürgergeld kein neuer Antrag notwendig. Wer über den Jahreswechsel hinaus Leistungen des Jobcenters bezieht, bekommt automatisch den höheren Regelsatz ausgezahlt“, lässt sich Vanessa Ahuja, Vorständin für Geldleistungen bei der Bundesagentur für Arbeit, zitieren.

Wie viel Geld bekommt der Einzelne durch das Bürgergeld?



Alleinstehende bekommen laut Regelsatz zum 1. Januar 2023 502 Euro, Paare pro Partner 451 Euro. Nicht-erwerbstätige Unter-25-Jährige im Haushalt der Eltern bekommen 402 Euro, Jugendliche von 14 bis 17 Jahren 420 Euro. Kinder von 6 bis 13 Jahren erhalten 348 Euro und Kinder unter 6 Jahren 318 Euro.

„Zukünftig beträgt das Schonvermögen im ersten Jahr 40.000 für das antragstellende Mitglied der Bedarfsgemeinschaft, für jede weitere Person 15.000 Euro. Ebenfalls im ersten Jahr werden von den Jobcentern die tatsächlichen Kosten der Wohnung übernommen. Nach Ablauf dieses Jahres muss die Unterkunft angemessen sein“, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit.

Durch höhere Freibeträge dürfen bei einer Beschäftigung mit einem Einkommen zwischen 520 und 1000 Euro 30 Prozent davon behalten werden. Junge Menschen behalten das Einkommen aus Schüler- und Studentenjobs und das Einkommen aus einer beruflichen Ausbildung bis zur Minijob-Grenze (derzeit 520 Euro). Einkommen aus Schülerjobs in den Ferien bleibt gänzlich unberücksichtigt.

− kse