Nach Überfall auf Jugendliche: BZA Nordost für bessere Beleuchtung und Sicherheitskonzept

Bahnhofunterführung soll sicherer werden

05.07.2022 | Stand 05.07.2022, 8:03 Uhr
−Foto: Brandl

Von Michael Brandl

Ende Mai sorgte ein Raubüberfall auf drei Jugendliche bei der Tunnelunterführung am Nordbahnhof an der Nürnberger Straße für Aufsehen. Das Verbrechen geschah am helllichten Nachmittag – ein Umstand, der jetzt auch den Bezirksausschuss (BZA) Nordost dazu veranlasste, sich Gedanken zur Sicherheit an dem offenbar neuralgischen Punkt zu machen.

In seiner jüngsten Sitzung beschloss das Stadtteilgremium, der Verwaltung vorzuschlagen, diese möge die Unterführung besser beleuchten. Zusätzlich solle ein Sicherheitskonzept erarbeitet werden. Denkbar wären hier womöglich Kameras, mit denen die Unterführung überwacht werden könnte. Die Unterführung wird tagsüber als Querung auch rege von Passanten und Radfahrern genutzt, die nicht zum Zug müssen.

In Deutschland wird es wegen des Klimawandels immer heißer. Das sieht auch der BZA. Deshalb würde das Gremium in seinem Bezirk gerne Trinkwasserspender für die Bevölkerung aufstellen lassen. Rund sechs Vorschläge für solche Standorte hat das Gremium nun vorgestellt, darunter am Nordpark. Finanziert werden soll das Vorhaben aus Geld aus dem Bürgerhaushalt, bei dem es sich laut BZA-Vorsitzende Claudia Winkler (CSU) um einen Rücklauf aus einem anderen Projekt handelt. Jetzt liegt es an der Verwaltung, die den Vorschlag auch hinsichtlich der Wasserquellen prüfen muss.
Öffentliche Bücherschränke sind für einige so etwas wie ein Rastplatz für Geist und Seele in der hektischen Alltagswelt. Andere nutzen den Aufenthalt für einen Plausch mit Gleichgesinnten, die hier den Blick durch die Regale schweifen lassen. Manch einer greift so vielleicht zu einem Buch, das er sonst niemals lesen würde. Andere stellen ihre gelesenen Bücher – und das ist auch der Sinn eines solchen Schranks – hier ein, um anderen die Möglichkeit zu bieten, diese zu lesen.

Dass sich in einem solchen Schrank, bei denen es sich meist um eine alte, umfunktionierte Telefonzelle handelt, nur Lektüre befindet, die weder jugendgefährdend noch verboten ist, dafür tragen die Träger der Einrichtung Verantwortung. Sie passen auch auf, dass die Schränke gepflegt bleiben.

Auch in einigen Ingolstädter Stadtbezirken würde man solche Bücherschränke gerne aufstellen: im Süden, in Friedrichshofen und im Nordosten etwa. Um diesem Wunsch Nachdruck zu verleihen, haben die BZA-Vorsitzenden vor geraumer Zeit gemeinsam ein Schreiben an die Verwaltung verfasst, wie berichtet wurde. Nachdem die Behörde zunächst ablehnend reagiert habe, wurde das Vorhaben nun in einer weiteren Stellungnahme des Hauptamtes „prinzipiell befürwortet“, wie Winkler sagte. Es seien seitens des Amtes aber noch offene Fragen zu klären, ergänzte sie. Im Nordosten könnte man sich einen Bücherschrank gut an der Ecke Freyberger-/Nürnberger Straße vorstellen, wie es in einer früheren Sitzung hieß.