Neue Spur im Doppelgängerinnen-Mord: Opfer wurde mit perfidem Plan nach Ingolstadt gelockt

Angeblicher Model-Job war eine tödliche Falle

23.11.2022 | Stand 23.11.2022, 22:52 Uhr
−Foto: Schattenhofer

Im Ingolstädter Doppelgängerinnen-Mord gibt es offenbar eine neue Spur. Wie die Bildzeitung berichtet, sollte die Beauty-Bloggerin Khadija aus Eppingen bei Heilbronn mit einem angeblichen Videodreh nach Ingolstadt gelockt werden.

Wie mehrfach berichtet wird die 23-jährige Deutsch-Irakerin Shahraban K. aus Ingolstadt verdächtigt, einen Freund beauftragt zu haben, die ihr zum Verwechseln ähnlich sehende Bloggerin zu töten, um damit ihren eigenen Tod vortäuschen zu können, womit sie nach der Trennung von ihrem Mann ihrer eigenen, streng religiösen Familien entkommen wollte.

Am 16. August hatten die Eltern der 23-jährigen Deutsch-Irakerin in deren Mercedes die von Stichverletzungen übersäte Leiche ihrer angeblichen Tochter in der Peisserstraße in Ingolstadt gefunden. Weil die Leiche im Auto ihrer Tochter extrem ähnlichsah, waren sowohl die Eltern als auch die Polizei zunächst davon ausgegangen, dass es sich bei der Toten um die Deutsch-Irakerin handelt. Doch bald gab es Zweifel an der Identität der Getöteten. Die Obduktion brachte schließlich Gewissheit: Die Getötete im Mercedes war nicht die Deutsch-Irakerin, sondern eine ebenfalls 23-jährige Algerierin, die einen Freund in Ingolstadt hat.

Die Deutsch-Irakerin Shahraban K. und der Kosovare Sheqir K. wurden wenig später unter Mordverdacht in Ingolstadt verhaftet und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Zu den Mordvorwürfen haben sich laut Polizei beide bislang nicht geäußert.

Angeblich soll Shahraban K. einen Videodreh erfunden haben, mit dem sie das spätere Opfer nach Ingolstadt locken wollte. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, bekam die Bloggerin aus Eppingen ein Angebot, in einem Musikvideo der Rapperin Lune mitzuwirken. Die Beauty-Bloggerin hatte indes Zweifel und fragte bei Lune nach. Die wiederum habe sie gewarnt: "Alles Fake, geh nicht hin.“

Daraufhin kam angeblich eine neuerliche Anfrage via Instagram für einen Model-Termin in Ingolstadt. Den wollte die Bloggerin offenbar annehmen, So kam sie nach Ingolstadt und traf statt auf den erhofften Job vermutlich auf ihren Mörder. (ty)