Ärger ums kühle Nass

17.06.2021 / 07:16
Termine im Freibad Ingolstadt sind relativ schnell ausgebucht
Freibad
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Freibad, Pavillon (Autor: Schmatloch)

Von Doris Mayr und Oliver Konze

Seit das Wetter wieder schön ist und es keine Testpflicht für den Eintritt mehr gibt, sind alle Termine im Freibad Ingolstadt relativ schnell ausgebucht. "In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt lassen wir nur 1450 Leute pro Tag ins Bad", sagt Betriebsleiter Roland Regler. "Zu normalen Zeiten würden zwischen 4000 und 5000 Leute ins Freibad kommen. " Momentan gehe das aber wegen der Corona-Pandemie nicht. Die Reservierung ist drei Tage im Voraus ab 21 Uhr möglich. "Oft ist dann erst mal die Leitung überlastet, aber dann muss man es noch mal versuchen. Dann geht es. "

An der Kasse des Freibads sitzt Jakob Kick. "Derzeit sind alle Slots immer ausgebucht. " Wer am Mittwochnachmittag auf die Internetseite schaut, sieht aber, dass sowohl für Donnerstag- als auch für Freitagmorgen noch Plätze im Frühschwimmen frei sind. Zugegeben - für Familien ungünstige Zeiten. "Im ersten Slot haben wir 400 Plätze. Die werden zum Großteil von Sportlern genutzt", sagt Kick. Für den mittleren - dem beliebtesten - Slot stehen 650 Plätze zur Verfügung. "Und abends dann wieder 400."

Neben Sportlern kommen zum Großteil Familien und Rentner. In der einen Stunde, die jeweils zwischen den Zeitfenstern frei ist, "wird das Bad gründlich desinfiziert".

Tom Heindl besucht mit seiner Frau und seinen drei Kinder regelmäßig das Freibad - das letzte Mal am Dienstag, an diesem Donnerstag wieder. "Letztes Jahr war es schwierig. Da waren kurz nach der Freischaltung schon alle beliebten Plätze weg. " Aber dieses Jahr sei das anders. "Ich kann nichts Negatives berichten - ich persönlich finde es auch ganz angenehm, wenn nicht so viel los ist. Was ich allerdings nicht gut finde, ist, wenn Leute einen Platz buchen und dann nicht kommen."

Beschwerden bekomme er eigentlich nie, erzählt Jakob Kick an der Kasse. "Manchmal rufen Leute an, die fragen, ob man nicht eine Ausnahme machen könne. Das wird natürlich nicht gemacht. "

Auch das Warmbad im Vohburger Ortsteil Irsching steht trotz seines auf über 25 Grad erwärmten Beckenwassers auf der Liste der beliebtesten Freibäder ganz weit oben. Natürlich gibt es auch hier Frust unter den verhinderten Badegästen. "Wir haben jeden Tag ein volles Haus", betont Bademeisterin Tanja Schweiger. "Wir schöpfen alles aus. " Doch die Maximalzahlen für die drei täglichen Zeitfenster sind irgendwann erreicht: "Wir schicken jeden Tag jede Menge Leute nach Hause", betont Schweiger. "Den Frust hast du, glaube ich, aber immer. Egal, welches Konzept man einsetzt. " Derzeit kann man sich mit den Daten einer alten Jahreskarte, per Luca-App oder schriftlich vor Ort anmelden. Ab dem 1. Juli soll es dann anders werden. Schweiger: "Ab Juli wollen wir mit einer Online-Ticketbuchung starten. " Ob es dann weniger Frustrierte gibt, bleibt abzuwarten. Die Bademeisterin weiß schon heute: "Es gibt keine Ideallösung."

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