Projekt zur Weiterentwicklung der automatisierten Mobilität auf der Basis der 5G-Technologie

5G-Projekt bekommt Förderzusage

31.12.2021 | Stand 31.12.2021, 12:50 Uhr
Testfahrzeug im Carissma-Forschungszentrum der Technischen Hochschule.  −Foto: Hammer

"5GoIng", ein Ingolstädter Projekt zur Weiterentwicklung der automatisierten Mobilität auf der Basis der 5G-Technologie, erfährt erneut Anschub: Nachdem bereits die Konzeptionierungsphase vom Bundesverkehrsministerium unterstützt wurde, erhielt das Ingolstädter Konsortium nun eine weitere Förderzusage für die Umsetzung des Projekts. Das teilt die Stadt mit. 

Wie berichtet, arbeiten seit mehr als zwei Jahren die Technische Hochschule Ingolstadt (THI), die Stadt Ingolstadt und die städtische Wirtschaftsfördergesellschaft IFG zusammen an einem Konzept, um die 5G-Technologien für vernetztes Fahren am Standort Ingolstadt anzuwenden. Dank des positiven Förderbescheids des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr vom 13. Dezember kann das Projekt nun in die Umsetzung gehen. 

5GoIng soll eine offene Entwicklungs- und Demonstrationsplattform für 5G-Anwendungen mit dem Fokus "Vernetzte Mobilität" schaffen. Ausgangsbasis ist das Testfeld der Stadt für vernetztes Fahren am IN-Campus. Dabei werden die technischen Schwerpunkte Smart City, Verkehrssicherheit und Nachhaltigkeit wie auch die gesellschaftsrelevanten Kernpunkte Akzeptanz, interkommunale Zusammenarbeit und Förderung der Start-up-Infrastruktur adressiert, so die Stadt in ihrer Mitteilung. THI, Stadt und IFG und haben sich dazu drei Partner ins Projektkonsortium geholt: Die Zero GmbH ist ein Ingolstädter Jungunternehmen. Es war Gewinner der 5G-Start-up-Challenge während der Konzeptphase des Projekts. In der Umsetzung verantwortet die Zero GmbH den Smart City-Anwendungsfall und die damit verbundene Entwicklung der Beleuchtungssteuerung. 

Zweiter Partner ist die LiangDao GmbH aus München. Sie bringt ihre Kompetenzen im Bereich LiDAR Sensor System Design und KI-basierte Echtzeitdatenverarbeitung für Verkehrsobjekterkennung sowie Autonomes Fahren ein. Partner Nummer drei ist das Fraunhofer Institut IVI mit dem Anwendungszentrum "Vernetzte Mobilität und Infrastruktur". Es widmet sich den Bereichen Sensordatenverarbeitung, Vernetzung und Edge Computing. "Im Fokus stehen jedoch nicht nur technische Fortschritte, sondern auch gesellschaftsrelevante Gesichtspunkte wie die Förderung der heimischen Wirtschaft und Start-up-Infrastruktur, die Einbeziehung der Bevölkerung und die interkommunale Zusammenarbeit", so das Presseamt der Stadt. 

Mit der Förderzusage des Ministeriums kann das Ingolstädter 5G-Konsortium nun mit der Umsetzung des Vorhabens beginnen. Von den Gesamtkosten von 4,1 Millionen Euro übernimmt 3,6 Millionen der Bund. Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre und endet im Dezember 2023. Die aufgebaute Infrastruktur soll nach Projektende weiter nutzbar sein. (ty)