Schrebergartenmörder gefasst

06.04.2018 / 11:54
Sondereinsatzkommando der Polizei verhaftete einen 41-jährigen Türken in einem Lokal im Ingolstädter Norden (ty) Der mutmaßliche Schrebergartenmörder, der am Ostermontag in einem Schrebergarten bei Gaimersheim einen 36-jährigen türkischstämmigen Ingolstädter erstochen haben soll, ist gefasst.

Sondereinsatzkommando der Polizei verhaftete einen 41-jährigen Türken in einem Lokal im Ingolstädter Norden

(ty) Der mutmaßliche Schrebergartenmörder, der am Ostermontag in einem Schrebergarten bei Gaimersheim einen 36-jährigen türkischstämmigen Ingolstädter erstochen haben soll, ist gefasst. Nach Spurenlage und Zeugenaussagen hat sich der Verdacht schnell gegen einen 41-jährigen Türken gerichtet, der am Donnerstag Abend mit Hilfe eines Sondereinsatzkommandos in einem Lokal im Ingolstädter Norden verhaftet wurde. Er sitzt bereits in Untersuchungshaft.

Der 36-jährige Schichtleiter eines Ingolstädter Logistikunternehmens wurde am Ostermontag gegen 17.30 Uhr von einem Kollegen in seinem Schrebergarten in der Kriegsstraße blutüberströmt gefunden. Der 47-jährige Kollege hatte nach ihm gesucht, da das Mordopfer nicht zur Arbeit erschienen war und telefonisch nicht erreichbar war. Der 36-Jährige hatte Stichverletzungen am gesamten Oberkörper. Seitdem liefen die Ermittlungen der Kriminalpolizei auf Hochtouren. Es wurde sogar eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet. Zahlreiche Zeugenaussagen lenkten den Verdacht schnell auf einen 41-jährigen Türken, der mit dem Opfer bekannt, aber nicht befreundet war.

Akribisch hatte die Kripo daraufhin sämtliche möglichen Aufenthaltsorte des mutmaßlichen Mörders recherchiert und dann ein Sondereinsatzkommando aus München angefordert. Bereits am ersten der möglichen Aufenthaltsorte – einem Lokal im Norden von Ingolstadt – trafen die Beamten auf den mutmaßlichen Mörder. Er wurde vom SEK zu Boden gebracht und gefesselt ins Präsidium gebracht. Eine Aussage verweigerte der 41-jährige Türke aber bislang. Inzwischen sitzt er nach richterlichem Erlass in Untersuchungshaft.

Über die Hintergründe der Tat wollten Polizei und Staatsanwaltschaft, die eilends eine Pressekonferenz anberaumt hatten, um den schnellen Ermittlungserfolg bekannt zu geben, allerdings noch nicht viel sagen. Entweder weil es aus ermittlungstaktischen Gründen verfrüht wäre oder noch Gutachten ausstünden. Zum Beispiel zur Tatwaffe. Zwar wurden am Tatort im Schrebergarten mehrere Messer gefunden. Noch aber ist nicht klar, ob darunter auch die Mordwaffe ist. Auch zum genauen Todeszeitpunkt, der nicht zuletzt aufgrund von Zeugenaussagen feststeht, will die Polizei noch nichts sagen. Das gilt schließlich auch für das Motiv der Bluttat. Es kristallisiere sich zwar ein Motiv heraus, wie Hauptkommissar Manfred Schallerer in der Pressekonferenz sagte, es sei aber noch verfrüht, es preiszugeben.

Ergeben hat sich das mögliche Motiv vermutlich vor allem durch die Aussagen aus dem familiären Bereich des Opfers. Da der Ermordete aber geschieden war und mit einer neuen Lebensgefährtin zusammenlebte, ist eine Beziehungstat nicht auszuschließen.

Auf einen emotionalen Hintergrund des von der Staatsanwaltschaft als heimtückisch eingestuften Mordes könnte auch die Vielzahl der Stiche hinweisen, die allesamt tödlich gewesen waren, wie Manfred Schallerer sagte.

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